Blick in die Display-Welt von morgen: SID 2008

Hauchdünne Displays, Strom sparende Anzeigen und ins Handy integrierte Mini-Laserprojektions-Displays – einen Einblick in die Display-Welt von morgen gaben die Hersteller auf der SID 2008 (Society for Information Display), die Mitte Mai in Los Angeles stattfand. Ein großes Highlight: Erstmals gab es Prototypen einer neuen Display-Technologie namens TMOS zu sehen.

Das amerikanische Unternehmen UniPixel hat eine Farbdisplay-Technologie namens Time-Multiplexed-Optical-Shutter, kurz TMOS, entwickelt und zeigte die Displays auf der SID 2008 erstmals der Öffentlichkeit. Sie sollen andere Technologien wie OLED oder LCD nicht nur bei der Darstellungsqualität, Lichtausbeute und Lebensdauer um Längen schlagen, sondern auch vergleichsweise kostengünstig und einfach zu fertigen sein. Um beispielsweise ein LCD zu produzieren, sind bis zu 128 Fertigungsschritte nötig, bei TMOS sind es gerade mal 12. Gleich drei TMOS-Display-Plattformen stellt UniPixel vor; jede ist für einen bestimmten Markt entwickelt.

Das»Enunciator«-Display-System eignet sich für die Darstellung einfacher Bilder und Zeichen. Auf Basis des Dot-Matrix-Systems lassen sich alpha-numerische Anzeigen realisieren. Die TFT-Systeme eignen sich für anspruchsvollere Anzeigen, von kleinen Mobiltelefondisplays bis hin zum TV-Panel. Reed Killion, President und CEO von UniPixel: »In den letzten Monaten haben wir große Fortschritte in der Entwicklung der TMOS-Display-Technik gemacht. So sind die Displays inzwischen videofähig. Zudem haben wir den Opcuity-Film entwickelt, die Basis für unsere implementierten Polymer-Microelectronic-Mechanical-Systems, kurz MEMS.« Jetzt arbeite man noch an der Verbesserung der Helligkeit und der Stromaufnahme.