Optische Technologien: Ohne Fachkräfte keine leuchtende Zukunft

Die Mitgliedsfirmen des VDMA werden ihre Umsätze in diesem Jahr von 181 Mrd. Euro auf 193 Mrd. Euro steigern, die Teilbranche »Optische Technologien« wird hierzu etwa 20 Mrd. Euro beitragen. Dort entwickelten sich die Bereiche »Photovoltaik« und »Laser-Technik« am besten.

Die Exportquote der Teilbranche, die insgesamt 110.000 Mitarbeiter beschäftigt, liegt bei 65 Prozent. Dies berichtete VDMA-Präsident Manfred Wittenstein anlässlich des Kongresses »Rohstoff Licht – Chancen für Made in Germany«.

Die deutschen Hersteller von Lasern und Laser-Anlagen für die Produktionstechnik konnten in den letzten Jahren ihre Weltmarktstellung kontinuierlich ausbauen; bei den Lasern für die Materialbearbeitung beträgt der Weltmarktanteil 40 Prozent. Bei den Laser-Anlagen erreichen die deutschen Hersteller gut 20 Prozent, in diesem Marktsegment wird für das Jahr 2015 ein Gesamtvolumen von 16 Mrd. Euro prognostiziert. Von 2002 bis 2006 wuchs der Markt für die Photovoltaik weltweit von 440 auf 1660 MW, die Hälfte der Module wurde in Deutschland installiert. Der VDMA rechnet weltweit mit einem jährlichen Zuwachs von 50 Prozent, für 2015 erwartet die Branche einen Weltmarktumsatz von 50 Mrd. Euro. Der Umsatz der deutschen Solartechnik-Unternehmen betrug im Jahr 2007 rund 5 Mrd. Euro. Im Jahr 2010 soll dieser auf 8 Mrd. Euro angestiegen sein und 2015 dann mehr als 16 Mrd. Euro erreichen.

Wittenstein wies darauf hin, dass die Branche ihr Wachstumspotential nur dann ausschöpfen könne, »wenn die Unternehmen, die im Bereich ›Optische Technologien‹ tätig sind, ihren großen Bedarf an Naturwissenschaftlern, Ingenieuren und Facharbeitern befriedigen können«. Bereits heute käme es zu erheblichen Engpässen. Nach Angaben des VDMA liegt der Akademikeranteil im Bereich der »Optischen Technologien« im Schnitt bei 21 Prozent. Wittenstein forderte darüber hinaus die Politik auf, »für ein günstiges unternehmerisches Umfeld am Standort Deutschland zu sorgen«.