NI TestStand unterstützt Mehrkernprozessoren

Seit einigen Jahren sind Mehrkernprozessoren quasi Standard, doch gibt es noch erstaunlich wenig Software, die die Leistungsvorteile nutzt. Besonders in Anwendungen mit hohem Datendurchsatz haben die »Mehrkerner« noch viel Potenzial.

Zu den Anwendungen, die stark von Multicore-Architekturen profitieren können, gehören Mess- und Testsysteme. Die Testmanagement-Software »TestStand« von National Instruments unterstützt in der aktuellen Version 4.1 nun auch Mehrkern-Prozessoren, was schnellere Prüfsysteme mit höherem Prüfdurchsatz ermöglichen soll. Um ernsthaft parallel programmieren zu können, stellt der Hersteller dazu »Switch Executive« in der Version 3.0 bereit, was das Routen von Schaltvorgängen grafisch spezifiziert.

Die TestStand-Software enthält den »Resource Profiler« für den Einsatz von Messgeräten. Dieses Werkzeug stellt die Ausführung von Prüfsystemen sowie Statistiken über die Auslastung von Messgeräten grafisch dar. Dadurch soll sich die Analyse der Systeme vereinfachen und sich die Prüfzeiten verringern lassen. Da die Ausführung grafisch dargestellt wird, lässt sich die Auslastung der Messgeräte anschaulich optimieren. Mit der neuen Version lassen sich auch große Systeme entwickeln: Dies erfolgt durch eine hierarchische Ansicht von Sequenzen, die alle Sequenzaufrufe in einem System illustriert, sowie eine vereinfachte Erfassung von Ergebnissen, die dann mit nur ein paar Klicks anstatt manueller Codierung in Berichte eingefügt werden können.

Die Entwicklung von Programmcode für Schaltvorgänge ist einer der kompliziertesten Aspekte bei der Programmierung paralleler Prüfsysteme. Mithilfe einer neuen grafischen Oberfläche, die das mausgesteuerte Routen sowie eine vereinfachte Systemwartung aufgrund engerer Integration mit Microsoft Excel bietet, erzeugt der Switch-Executive Code für Schaltvorgänge schneller als die Vorversionen. Die Managementsoftware lässt sich auch mit modularen PXI-Messgeräten und NIs »Requirements Gateway« kombinieren.