next! nimmt´s persönlich mit Roland Helbig

next!, der Media-Informationsdienst der Herzen, berichtet nicht nur für, sondern auch über Mediaentscheider. Wir sind ja unter uns. Diesmal stellt next! ganz persönliche Fragen an Roland Helbig, Marketing- und Sales-Leiter bei Hitex Development Tools.

next!: Roland, wir sind seit der embedded world per Du. Ich darf doch trotzdem Herr Helbig bei diesem Interview zu Dir sagen, klingt seriöser, oder?
Roland Helbig: Klar doch - you can say You to me! Wir wollen ja beide seriös rüberkommen.

next!: Sie waren gerade ein paar Tage mit dem Motorrad Richtung Süden unterwegs. Wie war´s?
Roland Helbig: Auch im Süden war der Frühling Ende März dieses Jahr noch nicht angekommen und es hätte nach meinem Geschmack schon etwas wärmer sein können. In den Pyrenäen lag noch ziemlich viel Schnee. Aber gegen Kälte gibt es gute Klamotten und bei einer Woche in der klaren Luft kommen einem prima frische Ideen.

next!: Die zweirädrigen next!-Leser wollen jetzt bestimmt wissen, was Sie für eine Maschine fahren.
Roland Helbig: Mal sehen, wer’s weiß: Deutsche Marke, links und rechts je ein Zylinder mit knapp 600 ccm und im Namen steckt die Behauptung, für Gelände und Straße geeignet zu sein. Für Straße und lange Reisen perfekt, Gelände ist dann aber doch eher eine Idee des Marketings gewesen – ich bin früher mal mit einem anderen Motorrad von Karlsruhe nach Dakar gefahren und erinnere mich sehr gut an die Anforderungen im Gelände.

next!: Mal ehrlich, haben Sie als Jugendlicher Ihr Mofa frisiert?
Roland Helbig: Mofa hatte ich gar keines. Ich war zu der Zeit als Judoka sportlich sehr aktiv und lieber mit dem Rennrad unterwegs. Bergab war ich mit dem Rad immer schneller als die Mofa-Fahrer!

next!: Sie haben niemals Ihre Schwimmernadel versetzt, ein Kolbenfenster gefräst oder das Auspuffrohr aufgebohrt? Das hätte ich Ihnen zugetraut. Nun, kommen wir zum Ernst des Lebens. Welches Schulfach haben Sie während Ihrer Schulzeit am liebsten gemocht?
Roland Helbig: Physik

next!: Und welches lag Ihnen überhaupt nicht?
Roland Helbig: Französisch, lag aber weniger am Fach selbst.

next!: Sie haben zwei Hochschulstudien abgeschlossen. Glauben Sie doppelt hält besser?
Roland Helbig: Das weniger, mir fehlte aber nach dem rein technischen Studium und dem ersten Arbeitsjahr als Entwickler der Umgang mit Menschen. Hinzu kam dann noch die besondere persönliche Herausforderung, beim zweiten, dem Wirtschaftsstudium, den Fokus auf Frankreich zu legen. Die Vorbereitung auf die zwei Trimester in Dijon war dann die härteste Phase meiner Studentenzeit, der Aufenthalt vor Ort gehörte dann jedoch zur schönsten Zeit.

next!: Wir listen in next! seit ein paar Ausgaben die unsympathischsten Wörter auf. Wie heißt Ihr persönliches Unwort des Jahres 2010?
Roland Helbig:
Wachstumsbeschleunigungsgesetz

next!: Ja, das ist ein krasses Wort. Ich nehme es gleich in unsere next!-Liste der unsympathischen Wörter auf, siehe Seite 16. Doch zurück zu Ihnen. Sie haben längere Zeit in den USA gelebt. Wobei kann sich der gemeine Mitteleuropäer von den USAmerikanern eine Scheibe abschneiden?
Roland Helbig:
Kundennähe und -freundlichkeit. Schnell gewöhnte ich mich daran, doch merkte ich bei Besuchen in Deutschland und nach meiner Rückkehr den großen Unterschied. Ich finde allerdings, dass sich in den letzten Jahren in Deutschland diesbezüglich viel verbessert hat. Wie Sie sich sicherlich vorstellen können, ist Kundenfokussierung auch bei Hitex ein zentrales Thema.

next!: Und was haben Sie am meisten in den Staaten vermisst?
Roland Helbig: Meine Freunde und Gummibärchen, die von Hans Riegel aus Bonn.

next!: Wie lautet Ihr persönlicher Lieblingswitz?
Roland Helbig: Der Seminarleiter auf einem Manager-Seminar: „Meine Herren, zum Schluss wollen wir noch ein bisschen Ihre Allgemeinbildung testen. Ich nenne Ihnen ein Zitat, Sie sagen mir von wem es ist.“ Er beginnt: „Vom Eise befreit sind Strom und Bäche....“Keiner weiß es. Da meldet sich ganz hinten ein Japaner: „Johann Wolfgang von Goethe, Faust, Osterspaziergang, 1806!“
Die Teilnehmer murmeln anerkennend.Der Seminarleiter fährt fort: „Gott ist tot.“ Die deutschen Manager schauen peinlich berührt zu Boden.
Da strahlt der Japaner wieder: „Friedrich Nietzsche, Basel, 1878“
Jetzt regt sich Ärger bei den Managerkollegen und in der ersten Reihe murmelt einer halblaut: „Immer diese Japaner!“
Prompt tönt es wieder von hinten: „Max Grundig, Messe Hannover, 1982!“