Neues Material mit negativem Brechungsindex

Durch den Brechungsindex von Glas muss man Linsen für jede Art von optischen Geräten krümmen. Könnte man eine zweite Linse bauen, die einen gleich großen, aber negativen Brechungsindex hat, dann wäre mit diesem Linsenpaar eine planare Linse machbar.

Die würde zumindest theoretisch die Möglichkeit für ein Mikroskop eröffnen, mit dem man sogar DNA-Fäden beobachten könnte. Jetzt hat die Princeton University gemeinsam mit den Forschern des Engineering Research Centers der National Science Foundation (NSF) ein Metamaterial aus vielen Schichten entwickelt, das ausschließlich aus Halbleitern besteht. Es ist aus In/Ga/As- und Al/In/As-Schichten zusammengesetzt und arbeitet wie eine einzelne Linse, nur mit „verkehrtem“ Brechungsindex.

Allerdings funktioniert das noch nicht bei sichtbarem Licht, sondern derzeit erst im Infrarotbereich. Man ist aber sehr optimitisch, den Wellenlängenbereich ausdehnen zu können. Anwendungen sieht man bei chemischen Sensoren, für diagnostische Hilfen im Gesundheitswesen sowie in der Telekommunikation, hier für Laser und Wellenleiter. (EF)