Neue Stiftung für MP3-Geldregen

Damit die hohen Erlöse aus den Lizenzeinnahmen der MP3-Technik sinnvoll verteilt werden, gründet die Fraunhofer-Gesellschaft nun die Fraunhofer-Stiftung. Startkapital sind 100 Millionen Euro.

Der größte Teil dieses Geldes stammt aus den Lizenzeinnahmen der MP3-Technik. Damit fällt es Geld aus dem Budget der Fraunhofer-Gesellschaft und kann für andere Zwecke verwendet werden. Hintergedanke dieses Schrittes ist es, diese Einnahmen über einen längeren Zeitraum aufzuteilen und nicht mit einem Mal auszugeben. So sollen jährlich etwa 10 Millionen Euro für neue Projekte ausgegeben werden.

Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat der Gründung der Fraunhofer-Stiftung bereits zugestimmt. Dies war notwendig, da die Fraunhofer-Gesellschaft auch öffentliche Gelder bekommt.

Eines der ersten Projekten, die von der Fraunhofer-Stiftung profitieren, heißt »Solarzellen auf Basis metallurgischen Siliziums«, bei dem nach Ersatz für hochreines, kristallines Silizium geforscht wird, welches gerade in der Photovoltaik knapp werden könnte. Bei einem zweiten Projekt geht es um Mikrobrennstoffzellen in Multilayerkeramik.