NEC steigt in den 16-Bit-MCU-Markt ein

Bislang argumentierte NEC Electronics, dass 8- und 32-Bit-MCUs für alle Anwendungen vollkommen ausreichend und damit 16-Bit-Mikrocontroller überflüssig seien. Auf der »embedded world« hat NEC jetzt dennoch eine 16-Bit-MCU-Familie vorgestellt.

»Wir haben unsere Strategie nicht geändert, der Markt hat sich für uns geändert«, erklärt Yoichi Yano, Vice President der 4th Systems Operation Unit bei NEC Electronics. Denn als NEC seine All-Flash-Strategie angekündigt hatte, seien die Design-Wins schlagartig nach oben gegangen, was gleichbedeutend mit einer Erweiterung der Kundenbasis war. Und damit stand das Unternehmen verstärkt einer Nachfrage nach 16-Bit-Controllern gegenüber.

»Es ging immer wieder um höhere Geschwindigkeit und größeren Speicher«, so Yano weiter. Und der Sprung auf eine 32-Bit-Architektur sei für diese Kunden zu groß gewesen. Denn mit dem Umstieg von 8 auf 32 Bit sind die Anwender gezwungen, ihr gesamtes Layout zu ändern. Jetzt mit der 16-Bit-Familie 78K0R steht den Entwicklern ein einfacher Migrationspfad zu höherer Rechenleistung und größeren Speichern offen, denn die Bausteine sind pin- und softwarekompatibel zu den 8-Bit-MCUs der 78K0-Serie.

Die neue Familie umfasst 30 Bausteine, die einen Flash-Speicherbereich von 64 bis 256 KByte abdecken und in Gehäusen mit 64 bis 100 Pins angeboten werden. Mehr darüber berichtet die »Markt&Technik« in ihrer Ausgabe 8 vom 24 Februar auf Seite 1.