National Semiconductor: Im Signal Path kräftig zugelegt

Subsysteme für die Analoge Signalkette zu entwickeln, das hat sich National Semiconductor zum Ziel gesetzt. Jetzt kann sich das Unternehmen über kräftige Zuwächse in diesem Sektor freuen.

»Im Power-Management-Bereich ist National Semiconductor bekannt, doch es ist uns gelungen, nun auch im Bereich Signal Path kräftig zu wachsen«, sagt Suneil Parulekar, Senior Vice President and General Manager von National Semiconductor, in einem Interview mit Markt&Technik. Der Marktanteil im Sektor der Verstärker ist im Geschäftsjahr 2006 auf rund 18 Prozent gewachsen, im Sektor der Interface-ICs auf rund 10 Prozent und im Sektor der A/D-Wandler auf rund 5 Prozent. Das liegt laut Parulekar vor allem daran, dass es National gelungen sei, in den breiten Markt vorzudringen. Bestes Beispiel dafür ist die vor zwei Jahren vorgestellte General Purpose-A/D-Wandler-Familie, von der National jetzt knapp 40 Mitglieder auf den Markt gebracht hat. »Weil die Mitglieder untereinander voll kompatibel sind und den Anwendern gestatten, vom Low-End zum High-End einfach zu migrieren, sind diese Wadnler sehr gut im Markt angenommen worden«, so Parulekar.

Als Grundlage für den Erfolg sieht er ausgeklügelte IC-Designs und die eigene Prozesstechnologie an. Der VIP50-Prozess hätte einen deutlichen Schritt nach vorne bedeutet. Hier wird National nicht stehen bleiben: In Entwicklung befindet sich ein 36-V-BiCMOS-Prozess, der im kommenden Jahr zur Verfügung stehen soll. Was die Design-Seite angeht, hat National über die letzten Jahre die Kapazitäten deutlich ausgebaut, in Europa unterhält das Unternehmen Entwurfszentren in Deutschland, Italien, den Niederlanden, Finnland, Estland, und Schottland. Was mit einer geschickten Kombination von Design und Prozesstechnologie möglich ist, zeigen die Ultra-High-Speed-A/D-Wandler,  auf Basis der Folding-Architektur, deren zuletzt vorgestelltes Mitglied eine Abtastrate von 3 GSPS, im Interleaved-Modus sogar von 6 GSPS erreicht. Gerade in Europa habe National für diese Wandler interessante Kunden aus den Bereichen Testen und Messen sowie Kommunikation gewinnen können.

Was für die Wandler gilt, will National auch in den anderen Märkten umsetzen: Im Audio-Bereich expandiert das Untenrehmen von Anwendungen in Moibiltelefonen und portablen Geräten zu High-End-Consumer bis Professional Audio, bei Schnittstellen-ICs entwickeln sich interessante Märkte, beispielsweise in der Fabrikautomatisierung, in die zunehmend Ethernet Einzug hält.

Was sind die Herausforderungen für diue Zukunft? »Wir wollen Subsysteme für die Signal Chain liefern, das heißt wir müssen sehr genau erkennen, wo die Probleme unserer Kunden liegen und wie wir sie beheben können«, erklärt Parulekar. Dass National nur den analogen Teil der Kette beliefert, sieht er nicht als Nachteil an. Was die DSPs angeht, wüssten die Anwender sehr genau, was sie wollen. »Wir haben noch keinen Auftrag verloren, weil wir keine DSPS im Programm haben.« Digitaletechnik kommt für National nur noch so lange in Frage, wie sie die analoge Kette unterstützen, etwa in Sigma-Delta-Wandlern.

Und was tut sich technologisch Neues?  Parulekar kann sich gut vorstellen, das neue Wandler-Architekturen Einzug halten. Continous-Time-Sigma-Delta-Wndler hätten das Potenzial, Pipeline-Typen in einigen Bereichen ablösen zu können. Um kjonkrete Aussagen zu treffen, sei es aber noch zu früh. Auch das Kupfer in die Analog-Prozesse Einzug hält, liegt für ihn im Bereich des Möglichen. Es ließe sich damit eine höhere Power-Density erzielen und ein besseres Thermal Management.