Modulares Hybrid-Konzept für den Rennsport

Nachdem die Hybrid-Technik zunehmend in Straßenfahrzeugen Einzug hält, zeichnet sich ihr Einsatz nun auch in Rennfahrzeugen ab. Bosch Motorsport entwickelt ein Energierückgewinnungssystem. Der modulare KERS-Baukasten (Kinetic Energy Recovery System) deckt die Anforderungen von der Formel 1 bis zu Rennserien wie der DTM oder dem 24-Stunden-Rennen ab.

Nachdem die Hybrid-Technik zunehmend in Straßenfahrzeugen Einzug hält, zeichnet sich ihr Einsatz nun auch in Rennfahrzeugen ab. Bosch Motorsport entwickelt ein Energierückgewinnungssystem. Der modulare KERS-Baukasten (Kinetic Energy Recovery System) deckt die Anforderungen von der Formel 1 bis zu Rennserien wie der DTM oder dem 24-Stunden-Rennen ab.

Die im Vergleich zur Hybridtechnik von Serienfahrzeugen leistungsfähigen und gleichzeitig kompakten Systeme für den Rennsport sollen je nach Auslegung über kurzzeitig abrufbare zusätzliche Leistung mehr Überholmanöver ermöglichen oder durch reduzierten Verbrauch die Zahl der Tankstopps verringern.

Sie umfassen einen Energiespeicher, den Elektromotor und den KERS-Controller (Bild 1). Der KERS-Controller enthält die Leistungselektronik, das Batteriemanagement sowie die Steuerung der Hybrid- und Motor- Funktionen.

Als Energiespeicher dienen eine Lithium-Ionen- Batterie mit skalierbarer Kapazität oder ein Schwungradspeicher (Bild 2). Dieser ist in der Lage, bis zu 750 kJ Energie zu speichern. Die Elektromotoren wiegen zwischen 4 und 8 kg bei einer Leistung von maximal 60 kW.

Dank des modularen Aufbaus lässt sich das Energierückgewinnungssystem, das erstmals auf der „Professional MotorSport World Expo 2008“ in Köln vorgestellt wurde, bezüglich Gewicht, Robustheit und Leistungsfähigkeit individuell und damit passgenau für die Anforderungen der jeweiligen Rennserie zusammenstellen. fr