Mit Produktdatenmanagement gegen Industriespionage

Die Verschlüsselung von elektronischen Daten mit Produktdatenmangement-Systemen soll vor Industriespionage und Datendiebstahl schützen, doch einen hundertprozentigen Schutz können die Systeme nicht liefern.

Ein Produktdatenmanagement-System (PDM) basiert auf Zugriffsbegrenzung, -kontrolle und Verschlüsselung. Die Daten eines Unternehmens werden nicht mehr ungeschützt auf dem Server gespeichert, sondern in einem so genannten »electronic vault« einem »elektronischen Panzerschrank« vor direktem Zugriff geschützt. Der Benutzer erhält erst Zugang zum Netzwerk, wenn er sich über ein digitales Zertifikat identifiziert hat. Dabei protokolliert die PDM-Software jeden Zugriff auf den »Panzerschrank«.

Dieser Mechanismus verhindert zwar das unbefugte Anzapfen von Firmenservern, doch schützt nicht gegen den Missbrauch der Daten nach der Freigabe durch die Software. Mit einer Verschlüsselungsfunktion der PDM-Software sollen Daten auch außerhalb des Panzerschranks gesichert werden.

Über ein Verschlüsselungsgatter werden die Daten verschlüsselt. Nur mithilfe einer Smartcard oder einem USB-Stick können die Daten wieder lesbar gemacht werden. Diese Lösung über einen Hardware-Dongle soll beispielsweise beim Diebstahl eines Laptops die darauf gespeicherten Daten sichern. Das Software-Unternehmen Procad, die PDM-Software entwickelt, vertreibt solche Systeme bereits an diverse Automobilhersteller.