Mikrodosierung mit Schlauchpumpe

Das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik präsentiert eine neuartige Mikropumpe, die nach dem Vorbild der menschlichen Speiseröhre konstruiert wird. Damit lassen sich kleinste Mengen Flüssigkeiten sehr genau dosieren.

Die so genannte »steuerbare peristaltische Pumpe« zieht sich für den Transport der Flüssigkeit wellenförmig zusammen. Für ihre Realisierung mussten die Fraunhofer-Wissenschaftler eine ganze Reihe von Werkstoffen und spezieller Verbundmaterialien verwenden. Grundbaustein sind Blei-Zirkonat-Titanat-Folien (PTZ) verwendet, die mit Biegeelementen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff und einem flexiblen Schlauch verbunden sind.

Der PZT-Werkstoff verformt sich, sobald ein elektrisches Feld angelegt wird. Dadurch kann das System über eine entsprechende Elektronik angesteuert werden. Spezielle Klebstoffe halten die Komponenten der elektronisch gesteuerten Schlauchpumpe zusammen. Ein Vorteil besteht darin, dass die peristaltische Mikropumpe in beiden Richtungen arbeiten kann.