Zeitsparend messen mit preisgünstigen Oszilloskopen

Oszilloskope sind sehr leistungsfähige Messgeräte, die man für die Entwicklung von elektronischen Systemen aller Art und bei der Fehlersuche braucht. Doch es muss nicht immer ein sehr teures und aufwendiges Scope sein...

Oszilloskope sind sehr leistungsfähige Messgeräte, die man für die Entwicklung von elektronischen Systemen aller Art und bei der Fehlersuche braucht. Doch es muss nicht immer ein sehr teures und aufwendiges Scope sein – auch die kleineren in einer Preisklasse von 1000 bis 2000 Euro können eine ganze Menge.

Von Maryjane Hayes und Markus Kohler

Egal, ob es sich um einen Laborarbeitsplatz in der Ausbildung handelt, um einen Prüfstand in der Produktion oder um ein Entwicklungslabor: Wenn man ständig auf ein Oszilloskop angewiesen ist, braucht man eines, das auch die benötigten Messfunktionen bietet. Dem Benutzer eines einfacheren Oszilloskops kommt es primär auf den Preis an. Der hängt aber von vielen Faktoren ab. Von der Bandbreite beispielsweise, von der Abtastrate, der Zahl der Kanäle, der Speichertiefe und der Ausstattung mit Analysewerkzeugen. Man könnte denken, dass man den niedrigen Preis eines einfachen Oszilloskops mit einer sehr bescheidenen Ausstattung an Messfunktionen bezahlen muss. Das stimmt so nicht: Heute bieten auch einfache Oszilloskope ausgefeilte Funktionen zu niedrigem Preis, wie im Folgenden an den neuen Geräten der Agilent-Familie DSO1000 (www.agilent.com) gezeigt wird. Dabei kommen auch Tipps nicht zu kurz, wie man in der täglichen Messpraxis Zeit sparen kann.

Einfachere Scopes – für wen?

Im Ausbildungssektor setzt man einfache Oszilloskope dazu ein, um Schüler und Studenten mit grundlegenden elektrischen Prinzipien und wissenschaftlichen Messungen vertraut zu machen. Zukünftige Ingenieure und Techniker kommen hier das erste Mal mit elektronischen Signalen in Kontakt und lernen, wie diese in einem System zusammenwirken. Für Schulleiter und Professoren ist es wichtig, mit einem begrenzten Budget möglichst viele Arbeitsplätze ausstatten zu können, weil mehr Laborplätze für die Studenten mehr Experimentierzeit bedeuten, auch mehr Übung am Oszilloskop, dem grundlegenden Werkzeug des Ingenieurs, aber auch mehr Zeit, das Fehlersuchen zu lernen – eine Fertigkeit, die später im Berufsleben in der Industrie entscheidend ist. Die hier eingesetzten Oszilloskope müssen leicht zu bedienen und einfach vernetzbar sein.

Entwicklungsingenieure hingegen nutzen einfache Oszilloskope durchaus zum Debugging, zur Fehlersuche und zur Charakterisierung ihrer Entwicklungen vom Prototypen bis hin zur Nullserie, bevor sie sich sicher sind, dass das Produkt zum Anwender gehen kann. Ein einfaches Oszilloskop muss nicht nur das Messsignal sauber erfassen können – ein Ingenieur braucht oft auch spezielle Analysen eines Signals, die über die einfache Bildschirmdarstellung hinausgehen, wenn er rasch einem Fehler auf den Grund gehen und den „Fahrplan zur Marktreife“ einhalten will.