VXI vor Renaissance in der Industrie?

Der auf dem VMEbus basierende VXI-Chassis-Busstandard (VME eXtensions for Instrumentation), bislang überwiegend in Raumfahrt- und Militärelektronik-Testsystemen angewandt, könnte mit einer Spezifikations-Erweiterung vor einer Renaissance im Industriebereich stehen.

Der VXI-Standard definiert die elektrischen und physikalischen Parameter der Chassis-Einschübe, der Chassis-Backplane selbst und der Controller sehr streng, um vor allem Störsicherheit und Zuverlässigkeit zu gewährleisten. Doch dadurch zeigen sich VXI-Komponenten recht teuer. Anwendungen im preissensitiven Industriesektor waren deshalb eher selten.

Doch nun wurde vom VXI Consortium, einem non-profit-Zusammenschluss von Mess- und Prüftechnik-Unternehmen, die VXI-Komponenten fertigen, eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die zur Aufgabe hat, die VXI-1 Revision 3.0 auf die Version 4.0 zu bringen.

In dieser Erweiterung sind die wesentlichen Elemente neue Steckverbindungen im 5-reihigen VME64x-Steckverbinder. Damit sollen vier zusätzliche Stromversorgungsleitungen, Clock- und Trigger- sowie Synchronisierungsleitungen verfügbar sein. Auch High-speed-Bus-Fähigkeiten, wie sie bei anderen modernen Chassis-Bussystemen verfügbar sind, sollen vorhanden sein.

Durch die neuen Möglichkeiten bleibe aber die Rückwärtskompatibilität erhalten, so die verantwortlichen Arbeitskreis-Fachleute, der große Vorteil liege in den umfassenden neuen VXI-Instrumente-Innovationen, die dadurch möglich würden und vor allem im industriellen Bereich neue Anwendungen erschließen sollten.

www.vxibus.org