Vektorsignalgenerator: Oberklasse-Technik in die Mittelklasse gebracht

Ein neuer Vektorsignalgenerator von Rohde & Schwarz kann mit Eigenschaften aufwarten, die bisher wesentlich teureren Geräten vorbehalten waren. Er setzt damit einen neuen Preis/Leistungs-Maßstab in der Mittelklasse.

Insbesondere erwähnenswert an dem erst unlängst vorgestellten Vektorsignalgenerator SMBV100A von Rohde & Schwarz sind der Ausgangspegel von typ. +24 dBm bis 6 GHz und die maximale HF-Bandbreite von 528 MHz bei externer I/Q-Einspeisung. Geräte aller modernen digitalen Wireless-Standards wie WiMAX, 3GPP FDD, HSPA oder künftig LTE lassen sich damit unter die messtechnische Lupe nehmen, wobei eine intuitiv bedienbare Einstell-Oberfläche die Anwendung auch für neue Anwender unkompliziert macht.

Ein integrierter Modulationsgenerator erzeugt die Basisbandsignale intern, somit ist ein zusätzlicher PC nicht nötig. Für Messaufgaben in der Entwicklung ist der Generator mit einem Frequenzbereich von 9 kHz bis 6 GHz und einer HF-Bandbreite von bis zu 120 MHz mit internem Basisband auf künftige Standards im Mobilfunk ausgelegt (externe I/Q-Einspeisung: 528 MHz). Alle wichtigen Funk-Standards sind auf Knopfdruck mit ihren Parametern aufrufbar.

In der Fertigung ermöglicht der Generator dank kurzer Einstellzeiten für Frequenz und Pegel (unter 1 ms im Listmodus) einen hohen Durchsatz. Der große Arbiträr-Speicher sorgt dafür, dass unterschiedliche Testszenarien gleichzeitig bereit stehen. Ein Wechsel des Signals ist somit direkt und ohne zeitraubendes Nachladen möglich. Die daraus resultierenden kurzen Umschaltzeiten beschleunigen den Produktionsfluss zusätzlich. Mit Hilfe eines direkt anschließbaren Leistungsmesskopfs der NRP-Familie kann man den Generator dazu nutzen, Kabelverluste und Frequenzgang eines Messaufbaus zu bestimmen.

Für die speziellen Anforderungen im Bereich Luft- und Raumfahrt ist der Generator mit einer Option ausrüstbar, die das Erzeugen komplexer Pulsfolgen ermöglicht. Für Applikationen im sicherheitsrelevanten Bereich sind eine integrierte Löschfunktion und die optional erhältliche, herausnehmbare Festplatte verfügbar. So ist gewährleistet, dass sensitive Daten in jedem Fall beim Anwender verbleiben.

Das lange Kalibrierintervall von drei Jahren sowie die Möglichkeit, den Service vor Ort vorzunehmen, minimieren Ausfallzeiten des Testsystems und damit Service- und Betriebskosten.


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