Preis-Leistungs-Verhältnis bei den Scopes verbessert sich weiter Trendbericht Oszilloskope

Bei den Oszilloskopen, den USB-Scope-Boxen, den DSO-Handhelds und den Digitizern sowie PC-Erfassungskarten mit Oszilloskop-Eigenschaften tut sich wieder einiges – hier die aktuellen und trendanzeigenden Neuheiten aus diesem für jeden Entwickler wichtigen Messtechnik-Bereich.

Preis-Leistungs-Verhältnis bei den Scopes verbessert sich weiter

Bei den Oszilloskopen, den USB-Scope-Boxen, den DSO-Handhelds und den Digitizern sowie PC-Erfassungskarten mit Oszilloskop-Eigenschaften tut sich wieder einiges – hier die aktuellen und trendanzeigenden Neuheiten aus diesem für jeden Entwickler wichtigen Messtechnik-Bereich.

Vor allem die durch Software erweiterten Applikationsmöglichkeiten und die immer schnelleren Eingangs-Frontends sowie High-Speed-A/D-Wandler sind es, die die neuen Scopes zu Analysesystemen machen, die auch für die Untersuchung von Hochgeschwindigkeits-Bussystemen ideal sind. Ergänzt werden diese „Boliden“ durch die für den täglichen Gebrauch nützlichen Mixed-Signal-Scopes oder die im Wartungs- und Schulungs-Sektor gern eingesetzten Handheld-DSOs. Und auf vielen Labortischen und vor allem in Versuchsaufbauten und Prüffeldern finden sich auch die PC-Boards oder USB-Boxen. Fazit des momentanen Standes der Technik: Man hat eine bislang so nicht verfügbare Vielfalt an Instrumenten zur Auswahl, dass die Auswahl entsprechend der eigenen Messaufgabe kein Problem sein dürfte.

Unterstützt von einem Onboard-64-bit-Mikroprozessor bietet die interne Analyse-Bibliothek typische Messroutinen und Frequenzmessungen. Berechnungen, wie z.B. für die FFT und die digitale Filterung sind ebenfalls möglich. Außerdem lassen sich Grenzund Spitzenwerte erfassen und Statistikwerte bilden. Vier Messgeräteeinstellungen für die Anzeige und häufig genutzte Geräteeinstellungen lassen sich programmieren. Zu jedem Gerät wird die neue ZScope-2.0-Applikations-Software geliefert. Mit dieser wird auf dem Monitor die traditionelle Oszilloskop-Oberfläche dargestellt, weiterhin verfügbar sind Treiber für die gängigsten Programmierumgebungen wie C oder LabVIEW.

Die Firma GaGe, ein in den USA ansässiger Hersteller von PC-basierenden Digitizer- und Oszilloskopkarten, stellt über sein Vertriebsunternehmen Wuntronic (www.wuntronic.de) seine neue High-Speed-Digitizer-Karten-Serie „Cobra“ vor, die als 1- oder 2-Kanal-Versionen mit Abtastraten bis 2 GS/s und mehr als 1 GHz Bandbreite verfügbar sind. Mit bis zu 4 GS On-Board-Speicher eignen sich die Digitizer (Bild 12) sehr gut für High-Speed-Signale, die synchron über einen langen Zeitraum oder eine extrem hohe Anzahl von kurzen Pulsen aufgezeichnet werden sollen. Für Vielkanal-Anwendungen lassen sich bis zu acht der Karten in einem System per Master/ Slave-Brücke verbinden und synchronisieren. Bereits standardmäßig sind die Digitizer mit Eigenschaften wie Timestamp, Clock-Ein-/Ausgang, Trigger-Ein-/Ausgang und mit einer 10-MHz-Referenztakt-Synchronisation ausgestattet; Firmware-Optionen wie z.B. für die Singalmittelwertbildung sind verfügbar. Die neuen Karten arbeiten mit einer eigenen Oszilloskop-Software, die dem Anwender die Datenerfassung und -analyse ermöglicht, ohne selbst Programme schreiben zu müssen. Für Anwender, die jedoch selbst eine individuelle Applikation programmieren möchten, bietet der Hersteller spezielle Software-Development-Kits für C/C#, MATLAB und LabVIEW an.

Dipl.-Ing. (FH) Wolfgang Hascher
ist verantwortlicher Redakteur der Elektronik für die Bereiche Messen & Testen sowie Drahtlos-Kommunikation.

whascher@elektronik.de

Siehe auch:

Was Scopes heute können müssen