Technik-Trends bei HF- und Kommunikations-Messplätzen

Hauptsächlich durch neue HF-Frontends und optimierte Software-Pakete erweitern sich Funktionsumfang, Frequenzbereiche und Diagnosemöglichkeiten der aktuellen Kommunikations-, HF- und Bus-Messplätze. Hier ein Einblick in neue Entwicklungen.

Hauptsächlich durch neue HF-Frontends und optimierte Software-Pakete erweitern sich Funktionsumfang, Frequenzbereiche und Diagnosemöglichkeiten der aktuellen Kommunikations-, HF- und Bus-Messplätze. Hier ein Einblick in neue Entwicklungen.

Kommunikations- (Bus-) und HF-Messsysteme charakterisieren sich in letzter Zeit ganz wesentlich durch die stark erweiterten Diagnose- und Auswertemöglichkeiten. Aber auch die steigende Messgeschwindigkeit, neue Speicher- und Simulationskonzepte sowie natürlich bei den HF-orientierten Messplätzen die Erweiterung der Frequenzgrenzen nach oben sind wesentliche Eigenschaften. In der Summe dieser Eigenschaften führt dies zu noch sichereren Ergebnissen bei gleichzeitiger Zeitersparnis für den Anwender.

Netzwerkanalysatoren: Frequenzbereiche erweitern sich laufend

Eine sehr wichtige Aufgabe in der analytischen HF-Messtechnik bei der Entwicklung neuer Geräte oder Kommunikationssysteme ist die Bestimmung der S-Parameter von HF-, Mikrowellen- und Millimeterwellen-Komponenten. Hierzu werden in den meisten Fällen die Vektor-Netzwerkanalysatoren (VNA) verwendet, deren Frequenzbereiche sich parallel zur zunehmenden Nutzung der hohen GHz-Bereiche (60 GHz und darüber) nach oben entwickeln. Ein Beispiel für diese Gerätekategorie sind die Vektor-Netzwerkanalysatoren der Serie MS4640 „VectorStar“ von Anritsu (www.anritsu.com). Die Serie umfasst 2-Port-Geräte mit Frequenzbereichen bis 20, 40 bzw. 70 GHz (Bild 1), die bereits in Hinblick auf spätere Funktionserweiterungen konzipiert wurden und kompatibel sind mit älteren 4-Port- und Millimeterwellen-Breitbandsystemen.

Bei Breitbandanwendungen wie z.B. bei der Datenmodellierung ergibt die Frequenzuntergrenze von 70 kHz sieben Oktaven an zusätzlichen Informationen unterhalb der 10-MHz-Untergrenze herkömmlicher Mikrowellen-VNAs. Das bringt z.B. Vorteile bei der bislang recht fehleranfälligen DC-Approximation; Komponentenmodelle und Schaltungssimulation werden also präziser. Das Ergebnis sind Designs, die meist schon beim ersten Versuch wie voraus berechnet arbeiten, was zeitraubende und kostenintensive Re-Designs erspart. Die niedrige untere Grenzfrequenz sorgt außerdem für höhere Stabilität, weil der unterhalb von 1 GHz abfallende Frequenzgang der Koppler wegfällt.