Sensorikbranche: Abschwung gebremst?

Der AMA Fachverband für Sensorik sieht erste Anzeichen für eine Erholung der Konjunktur.

Die Quartalsumfrage des AMA Fachverbandes für Sensorik zum zweiten Quartal 2009 lässt vorsichtigen Optimismus zu. Die Umfrage, bei der etwa 12 Prozent der deutschen Sensorikbranche erfasst werden, ergab, dass der Umsatz mit Sensorik bzw. Messtechnik in Q2/2009 gegenüber dem ersten Quartal zwar um weitere fünf Prozent gesunken ist, nachdem er auch im ersten Quartal 2009 um elf und im letzten Quartal 2008 um neun Prozent zurück gegangen war. Aber: »Obwohl der Branchenumsatz weiter sinkt, beobachten wir eine deutlich abgebremste Abwärtsentwicklung«, so Dr. Thomas Simmons, Geschäftsführer des AMA Fachverbands für Sensorik. »Sollte sich dies im kommenden Quartal fortschreiben, handelt es sich um eine Trendwende und wir hätten somit die Talsohle erreicht.«

Die Branchenkonjunktur der Sensorik dient nach Auffassung des AMA Fachverbandes als Barometer für die gesamte Industrie, weil sie Schlüsseltechnologien für sämtliche Industriesektoren liefert. Mit nur geringen Einschränkungen ließe sie sich auf die Gesamtkonjunktur übertragen. »Die einsetzenden strukturellen Veränderungen machen zwar die Rückkehr vergangener Verhältnisse unwahrscheinlich«, fährt Simmons fort. »Es besteht aber dennoch begründeter Anlass zur Hoffnung auf baldige Erholung und auf ein Ende der Kurzarbeit.« Bei der Umfrage hatten noch rund 40 Prozent der befragten Unternehmen angegeben, im vergangenen Quartal Kurzarbeit eingesetzt zu haben.