Rechnergestützte Messtechnik: Freiheit wächst

Geradezu rasant entwickelt sich die rechnergestützte Messtechnik weiter: Schnellere Hardware, pfiffigere sowie praxisgerechte neue Funktionen durch Software und eine breiter werdende Anwendungsvielfalt prägen das Geschehen. Unschlagbar ist jedoch der USB, für den täglich neue Datenerfassungssysteme auf den Markt kommen.

Geradezu rasant entwickelt sich die rechnergestützte Messtechnik weiter: Schnellere Hardware, pfiffigere sowie praxisgerechte neue Funktionen durch Software und eine breiter werdende Anwendungsvielfalt prägen das Geschehen. Unschlagbar ist jedoch der USB, für den täglich neue Datenerfassungssysteme auf den Markt kommen.

INHALT:
Rechner und Controller: Zeitkorreliert eine Vielfalt von Sensoren anschließen
Datenerfassung per SMS an Handy oder Server
Tausendsassa USB
Modulsysteme: Kompaktheit äußerst gefragt
Software gibt dem Benutzer mehr und mehr Freiheit
Alle Standards mit drin
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Vor allem von schnellen A/DWandlern, Präzisionsverstärkern, programmierbaren Controllern und von neuen Software-Tools profitieren die PC-Messtechnik-Systeme, wie im Folgenden zu sehen ist. Interessantes Detail am Rande: Der Windows- Vista-Hype ist zwar schon in der Messtechnik angekommen, allerdings verhalten, wenngleich die 64 bit schon ein Argument wären.

Rechner und Controller: Zeitkorreliert eine Vielfalt von Sensoren anschließen

Als verbessertes Nachfolgesystem des bereits im Markt eingeführten Messrechners DEWE 2500 kann das neue Modell 2520 von Dewetron (www.dewetron.de) mit einigen Verbesserungen, z.B. GPS-Ankopplung, aufwarten. Dieser Rechner (Bild 1) ist für vielfältige Anwendungen, nicht zuletzt in der Automotive-Messtechnik, geeignet. Besondere Pluspunkte sind das kompakte „Tragbar-Format“, das dennoch als konstruktives Detail einen sehr großen Bildschirm zulässt, die Akku-Versorgung, die auch die Datenerfassungskarten und die Trennverstärker bis zu drei Stunden aus einem Satz Wechselakkus versorgt, sowie die alle miteinander zeitkorreliert erfassten, synchronen Messeingänge für CAN, GPS, Kameras und für analoge und digitale Signale aller Art. Der Hersteller verweist bei diesem Rechner besonders auf die Tauglichkeit für das CAPS-Konzept (Combined Active Passive Safety) in der Kfz-Industrie, bei dem sämtliche fahrzeuginternen Bus- und Kommunikationssysteme sowie Chassis und Antriebssystem mit externen Sensoren wie GPS, Radarund Videosensoren zusammenarbeiten müssen.

Aus der Controller-Ecke im PCIStandard erscheint das GPIB-Interface KPCI-488LP von Keithley (www.keithley.com) interessant zu sein, nicht nur wegen des Preises von 369 Euro. Es ist vollständig befehlskompatibel mit den Befehlssätzen von Keithley, Capital Equipment Corp. und National Instruments, wodurch eine Plug-and-Play- Kompatibilität mit bestehenden Anwendungen erreicht wird. Weiters besteht Kompatibilität zum 3,3- und 5-V-PCI-Bussystem, es kann mit einem Halter für die volle Höhe als auch für halbe Höhe ausgeliefert werden und lässt sich dadurch auch in den neueren Low-Profile-PCs einbauen. Unterstützt werden die standardmäßigen VISA-Bibliotheken (Virtual Instrument Software Architecture), programmiert werden kann unter Visual Studio, .NET, Borland C Builder, Lab- VIEW und LabWindows/CVI.