Parallel, High-speed und Wireless: LabVIEW 8.6

National Instruments hat die neue Version 8.6 der Entwicklungsumgebung LabVIEW vorgestellt. Mess-, Regelungs- und Automatisierungs-Aufgaben sowie Embedded-Algorithmen werden damit in Richtung Multicore-Parallelverarbeitung einen Schub erhalten.

Aber auch FPGA-Designs und Wireless-Architekturen werden von der neuen Version profitieren.

Interessant am Firmenauftritt während der Kongressveranstaltung "NI Week" am Firmenhauptsitz in Austin/Texas ist insbesondere, dass nun der weiter ausgreifende Begriff "Graphical System Design" als Haupt-Charakteristikum auch nach außen hin breiter hervorgehoben wird. Damit wird man der in praktisch allen Industriezweigen einsetzbaren grafisch orientierten Entwicklungsumgebung besser gerecht.

Die inhärent durch ihr Grundkonzept schon Parallelverarbeitung unterstützende Entwicklungsumgebung ist nun durch weitere Funktionen noch mehr in Richtung schneller Multicore-Verarbeitung ausgerichtet worden.

Damit lassen sich nicht nur die Entwicklung und Arbeitsgeschwindigkeit von Embedded-Anwendungen beschleunigen sondern auch leistungsstärkere Implementierungen in FPGAs (und den damit ausgestatteten Kompakt-I/O-Systemen wie z.B. CompactRIO) realisieren. Besonders Echtzeit-Regelungs- und Automatisierungsaufgaben profitieren von diesem Funktionszuwachs.

Auch FFT-Funktionen, Simulations-Tools, spezielle Integrations- und Entwicklungsunterstützungen sowie die unkomplizierte Einbindung von Wireless-Sensor- und Datenübertragungs-Systemen erweitern den Applikationsumfang deutlich. Auch eine neue Version des Modulation Toolkit beschleunigt die Entwicklung und den Test von drahtlosen Datenübertragungs-Anwendungen.

Allein 1200 neue Analysefunktionen wurden eingeführt, im Wesentlichen auf schnellere Datenverarbeitung und in Bezug auf mathematische Routinen.

Nicht zuletzt lassen sich LabVIEW-Anwendungen in Web-Dienste umwandeln, so dass man mit jedem Web-fähigen Endgerät (z.B. Smart phones) darauf Zugriff hat.