Sie sind hier: HomeRubrikenMessen + TestenOszilloskope

Ausblick 2016: Der Oszilloskop-Markt bleibt stabil

Die Oszilloskop-Hersteller erwarten für 2016 einen stabilen Markt – und das über alle Geräteklassen hinweg. Das verwundert nicht, gilt doch das Oszilloskop als grundlegendes Messmittel vom Ausbildungs- und Hobby-Bereich bis hin zur Hochtechnologie-Entwicklung.

Steve Ward, Tektronix: »Die Messtechnikindustrie muss innovative Tools liefern, mit denen die Produktentwickler ihre Designs schneller und effizienter als je zuvor auf den Markt bringen können. Wir sehen diese Anforderungen in allen Oszilloskop-Segme Bildquelle: © Tektronix

Steve Ward, Tektronix: »Die Messtechnikindustrie muss innovative Tools liefern, mit denen die Produktentwickler ihre Designs schneller und effizienter als je zuvor auf den Markt bringen können. Wir sehen diese Anforderungen in allen Oszilloskop-Segmenten von High-end, über die Mittelklasse bis hin zum Einstiegsbereich.«

»Die Elektronikindustrie zeigt derzeit keine Zeichen für eine Verlangsamung – der Wettbewerb ist stark und die Unternehmen müssen ständig Neuerungen vorstellen, um erfolgreich zu sein«, erklärt Steve Ward, EMEA Marketing Director von Tektronix [1]. »Das bedeutet, dass die Messtechnikindustrie innovative Tools liefern muss, mit denen die Produktentwickler ihre Designs schneller und effizienter als je zuvor auf den Markt bringen können. Wir sehen diese Anforderungen in allen Oszilloskop-Segmenten von High-end über die Mittelklasse bis hin zum Einstiegsbereich.«

Die Treiber für die einzelnen Geräteklassen unterscheiden sich deutlich. »Das High-End-Marktsegment wird durch die anhaltende Entwicklung hin zu schnelleren seriellen Hochgeschwindigkeitsbussen und dem daraus resultierenden, stetig steigenden Bandbreitenbedarf angetrieben«, erklärt Mathias Leutiger, Leiter Produktmanagement Oszilloskope von Rohde & Schwarz [2]. »Das Wachstum in den Bereichen Economy und Mittelklasse wird durch Modernisierungsinvestitionen und durch die zunehmende Integration elektronischer Systeme bestimmt. Wir beurteilen das Marktwachstum in allen drei Segmenten für Rohde & Schwarz als sehr positiv.« 

Auch Dave Cipriani, Vice President und General Manager of Oscilloscopes and Protocol Division von Keysight [3], sieht in der auszubauenden Kommunikationsinfrastruktur ein »heißes« Marktsegment. »In dessen Subsegmenten Datenzentren, Zugriff, Transport usw. findet derzeit ein Umstieg auf neue Technologien statt, die größere Bandbreiten ermöglichen. Aber auch für die Automotive- und Aerospace/Defence-Märkte erwarten wir ein starkes Wachstum.« 

Auch Tektronix sieht für das Highend-Segment einen Schwerpunkt im Bereich drahtgebundener und drahtloser High-speed-Netze, wobei ein wichtiger Aspekt das zunehmende Interesse an komplexen Modulationsverfahren wie PAM4 sei. »Ein weiterer Wachstumstreiber sind sehr schnelle serielle Schnittstellen mit PCI Express gen 4, die im kommenden Jahr an Dynamik gewinnen werden«, so Ward. Zu den  Wachstumstreibern im Mittelklasse-Markt zählen für Ward vor allem Cloud-Computing, Wearables und energieeffiziente Produkte, einschließlich LED-Beleuchtungen. Auch das Thema Internet der Dinge gewinne an Dynamik. »Die Budgets sind in diesem Segment oft eingeschränkt«, führt Ward aus. »Demzufolge wird die Nachfrage nach integrierten Oszilloskopen wie unseren Mixed-Domain-Scopes weiterhin stark sein.«

Als relativ erschwingliche »Brot-und-Butter«-Messgeräte zählen Einstiegsklasse-Oszilloskope schon fast zur Grundausstattung vieler Hobby-Elektroniker, und auch im Ausbildungsbereich sind sie begehrte Messmittel. »Kostengünstige und gut entwickelte Hobby-Plattformen wie Arduino und Raspberry Pi haben zu einem Marktwachstum geführt«, so Ward. »Immer mehr Hobbyelektroniker nutzen diese Systeme für eigene IoT-Projekte. Ein weiterer Trend im Einstiegsbereich ist die Forderung nach einem ferngesteuerten Datenzugriff für die Offline-Analyse.«

 

D

ie Elektronikindustrie zeigt derzeit keine Zeichen für eine Verlangsamung – der Wettbewerb ist stark und die Unternehmen müssen ständig Neuerungen vorstellen, um erfolgreich zu sein«, erklärt Steve Ward, EMEA Marketing Director von Tektronix. »Das bedeutet, dass die Messtechnikindustrie innovative Tools liefern muss, mit denen die Produktentwickler ihre Designs schneller und effizienter als je zuvor auf den Markt bringen können. Wir sehen diese Anforderungen in allen Oszilloskop-Segmenten von High-end über die Mittelklasse bis hin zum Einstiegsbereich.«
Die Treiber für die einzelnen Geräteklassen unterscheiden sich deutlich. »Das High-End-Marktsegment wird durch die anhaltende Entwicklung hin zu schnelleren seriellen Hoch-
geschwindigkeits-Bussen und dem daraus resultierenden, stetig steigenden Bandbreitenbedarf angetrieben«, erklärt Mathias Leutiger, Leiter Produktmanagement Oszilloskope von Rohde & Schwarz. »Das Wachstum in den Bereichen Economy und Mittelklasse wird durch Modernisierungsinvestitionen und durch die zunehmende Integration elektronischer Systeme bestimmt. Wir beurteilen das Marktwachstum in allen drei Segmenten für Rohde & Schwarz als sehr positiv.« 

Auch Dave Cipriani, Vice President und General Manager of Oscilloscopes and Protocol Division von Keysight, sieht in der auszubauenden Kommunikationsinfrastruktur ein »heißes« Marktsegment. »In dessen Subsegmenten Datenzentren, Zugriff, Transport usw. findet derzeit ein Umstieg auf neue Technologien statt, die größere Bandbreiten ermöglichen. Aber auch für die Automotive- und Aerospace/Defence-Märkte erwarten wir ein starkes Wachstum.« 

Auch Tektronix sieht für das Highend-Segment einen Schwerpunkt im Bereich drahtgebundener und drahtloser High-speed-Netze, wobei ein wichtiger Aspekt das zunehmende Interesse an komplexen Modulationsverfahren wie PAM4 sei. »Ein weiterer Wachstumstreiber sind sehr schnelle serielle Schnittstellen mit PCI Express gen 4, die im kommenden Jahr an Dynamik gewinnen werden«, so Ward. Zu den  Wachstumstreibern im Mittelklasse-Markt zählen für Ward vor allem Cloud-Computing, Wearables und energieeffiziente Produkte, einschließlich LED-Beleuchtungen. Auch das Thema Internet der Dinge gewinne an Dynamik. »Die Budgets sind in diesem Segment oft eingeschränkt«, führt Ward aus. »Demzufolge wird die Nachfrage nach integrierten Oszilloskopen wie unseren Mixed-Domain-Scopes weiterhin stark sein.« Als relativ erschwingliche »Brot-und-Butter«-Messgeräte zählen Einstiegsklasse-Oszilloskope schon fast zur Grundausstattung vieler Hobby-Elektroniker, und auch im Ausbildungsbereich sind sie begehrte Messmittel. »Kostengünstige und gut entwickelte Hobby-Plattformen wie Arduino und Raspberry Pi haben zu einem Marktwachstum geführt«, so Ward. »Immer mehr Hobbyelektroniker nutzen diese Systeme für eigene IoT-Projekte. Ein weiterer Trend im Einstiegsbereich ist die Forderung nach einem ferngesteuerten Datenzugriff für die Offline-Analyse.«

Technologietrends und Aussichten

 

Zu den wichtigsten Technologietrends zählen für den Keysight-Experten Cipriani die Umstellung auf den Typ-C-Steckverbinder im Mobilfunksegment sowie neue Technologien, die die Übertragungsbandbreite in der Kommunikationsinfrastruktur vergrößern und die Erreichbarkeit verbessern. Beispiele dafür sind DDR4 und PCIe in Rechenzentren oder 100G und 400G in drahtgebundenen Netzen. Mathias Leutiger ergänzt: »Analog-, Digital- und Funktechnik treffen z.B. in elektronischen Systemen für das IoT aufeinander. Folglich stehen Oszilloskope hoch im Kurs, die umfassende Messungen von der Energieversorgung über Kommunikations- und Datenschnittstellen zwischen Prozessoren, Speichern, Sensoren bis hin zur Funkschnittstelle meistern.« Auch hinsichtlich der Absatzlage ist Leutiger optimistisch für das Jahr 2016. Der Grund: Oszilloskope dienen als grundlegendes Messmittel in allen Industriesegmenten, in denen es um Entwicklung, Integration, Produktion und Service von elektronischen Systemen geht. Konkret sieht Leutiger gute Chancen in den Bereichen Verteidigung und Sicherheit, außerdem in der Energiewende und den damit verbundenen Herausforderungen in Sachen erneuerbare Energien und deren effizienter Nutzung. »Und nicht zuletzt in der weltweiten Nachfrage nach neuen elektronischen Helfern aus dem privaten Konsumgüterumfeld.«

Positive konjunkturelle Anzeichen sieht man auch bei Tektronix: »Insgesamt erwarten wir für Europa und EMEA, dass die Investitionen für die Forschung im Bereich der optischen Datenübertragung weiter steigen, weil viele Regierungen entsprechende Projekte in 2016 finanziell unterstützen«, so Ward. »Zudem sehen wir Anzeichen, dass sich die Bedingungen in der russischen Wirtschaft verbessern und zu einem Wachstum in den von uns adressierten Produktsegmenten führen können.«

Unsicherheitsfaktor Weltwirtschaft

 

»Der bedeutendste wirtschaftliche Faktor,
der unseren Markt betrifft, ist die Unsicherheit in der Weltwirtschaft«, gibt Cipriani zu bedenken. »Negative Auswirkungen sind nicht auszuschließen. Andererseits: Falls sich die Erholung, die 2015 in Europa und im asiatisch-

pazifischen Raum eingesetzt hat, fortsetzt und die wirtschaftliche Lage in Amerika und China stabil bleibt, wird das positive Auswirkungen haben.«