Optisches Oszilloskop

Rausch- und Jitterwerte lassen sich auch bei Längen optischer Fasern von mehreren Tausend Kilometern simulieren - im Allgemeinen jedoch nur mit teuren Faserspulen. Das geht auch anders!

AMS Technologies hat nun die optischen Oszilloskope der Serie »PSO-100« von EXFO im Sortiment. Die Instrumente arbeiten rein optisch und benötigen keine Bitraten abhängige Hardware.

Eines der Geräte erlaubt Messungen bis 640 GBit/s. PSO-100 verwendet schmale Abtastimpule, die ein im Zeitbereich gestrecktes Fenster des gemessenen Signals öffnen. Diese werden in elektrische Signale umgewandelt, die gängige Elektronik und digitale Signalverarbeitung aufbereitet. Auf diese Weise lassen sich die typischen Beschränkungen elektrischer Sampling-Oszilloskope vermeiden. 

Die Bandbreite von 500 GHz ermöglicht Messungen der Anstiegs- und Abfallzeiten, Jitter und Verzerrungen auch bei komplexen Modulationsverfahren wie CSRZ-DPSK. Mit der in Software realisierten Taktrückgewinnung (Clock Recovery) können Wellenformen ohne Trigger dargestellt und analysiert werden.

Optional ist ein Eingang für ein externes Taktsignal verfügbar, etwa wenn auf verrauschte Signale synchronisiert werden soll oder genaue Jittermessungen gefragt sind. Mit dem PSO-100 können die Effekte über Faserlängen von mehreren tausend Kilometern simuliert werden, ohne aufwendige und teure Faserspulen vorhalten zu müssen.