Netzwerkanalysatoren genauer kalibrieren

Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Netzwerkanalysatoren mittels einer einzigen Messung präziser kalibrieren lassen.

Netzwerkanalysatoren werden von Herstellern von Hochfrequenztechnik, beispielsweise Mobilfunk- oder Telekommunikationsgeräten, dazu eingesetzt, das Reflexions- und Übertragungsverhalten von Baugruppen zu überprüfen. Um Netzwerkanalysatoren zu kalibrieren, werden mechanische oder elektrische Kalibrier-Kits eingesetzt. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt hat jetzt ein Verfahren entwickelt, das eine einfache, rückgeführte Verifikation einer herkömmlichen Netzwerkanalysator-Kalibrierung und darüber hinaus eine genauere Sekundärkalibrierung ermöglicht.

Das neue Verfahren beruht auf einer einzigen Messung des Netzwerkanalysators mit einer Präzisions-Luftleitung. Die Fehlerkenngrößen des Netzwerkanalysators werden dann anhand dieser Messung über dem gesamten Frequenzbereich mit einem ausgeklügelten, mathematischen Verfahren ermittelt. Mittels virtueller Experimente wurden optimale Werte für die Verfahrensparameter bestimmt.

Durch den Vergleich mit einer aufwändigen, etablierten Referenzmethode wurde das neue Kalibrierverfahren experimentell bestätigt. Es ermöglicht nun in einfacher Weise die hochgenaue Kalibrierung von Netzwerkanalysatoren sowie die Funktionsprüfung mechanischer Kalibriersätze und elektronischer Kalibriereinheiten.