LED-Kontaktstift LEDs ohne Streuverlust testen

Die Innenhülse des LED-Kontaktstiftes ist gegenüber der Außenhülse federnd und gegen die Federkraft einer Schraubdruckfeder verschiebbar. Durch die Wahl der passenden Federkennlinie ist sichergestellt, dass das Adapterende sicher auf der zu prüfenden LED aufsitzt, ohne dass der Anpressdruck zu groß wird.
Die Innenhülse des LED-Kontaktstiftes ist gegenüber der Außenhülse federnd und gegen die Federkraft einer Schraubdruckfeder verschiebbar. Durch die Wahl der passenden Federkennlinie ist sichergestellt, dass das Adapterende sicher auf der zu prüfenden LED aufsitzt, ohne dass der Anpressdruck zu groß wird.

Der LED-Test kann eine aufwendige und teure Angelegenheit sein. Die Kunst besteht darin, eine möglichst streulichtfreie Messung hinzubekommen. Eine clevere Lösung dafür hat sich Tekon Prüftechnik einfallen lassen.

Das in Weinstadt ansässige Unternehmen Tekon Prüftechnik hat einen LED-Kontaktstift entwickelt, dessen Besonderheit in seinem mechanischen Aufbau liegt: Die optischen Signale der LED werden mit einem eingecrimpten Lichtwellenleiter in einem gefederten Stift erfasst. Mittels Federkraft wird der Stift direkt auf das Gehäuse aufgesetzt - dadurch ist eine nahezu streulichtfreie und sichere Übertragung des Leuchtsignals zur Prüfeinheit gewährleistet, ohne dass die Lichtquelle selber bei der Messung berührt oder gar beschädigt wird.

Bislang gestaltete sich der LED-Test schwieriger: Für den Funktionstest nach der Bestückung einer Leiterplatte mit LEDs wurden in einem Testsystem Lichtleiter, meist in Form von Glasfasern, mit ihrem freien Ende von oben auf die LEDs abgesenkt. Beim Funktionstest der Baugruppe wurde das von den LEDs ausgesandte Licht durch die Lichtleiter dem Testsystem zur Auswertung zugeführt, wo anhand des eingehenden Leuchtsignals geprüft wurde, ob die montierten LEDs einwandfrei funktionieren.

»Diese Art der Prüfanordnung setzt eine exakte Lageausrichtung der einzelnen Lichtleiter relativ zueinander und auch zur tatsächlichen Position der LEDs voraus«, erklärt Norbert Battista, Geschäftsführer von Tekon Prüftechnik. »Dabei gilt es, Lagetoleranzen der LEDs auf ihrer Baugruppe und gegebenenfalls auch Größenunterschiede zwischen den einzelnen LEDs zu berücksichtigen. Bei mehreren, gleichzeitig zu prüfenden LEDs ist eine entsprechende Anzahl von Lichtleitern im Bereich ihrer freien Enden an einer Halterung befestigt, die für den Prüfvorgang auf die LEDs abgesenkt wird.«

Kein Abstand, kein Streulicht

Bis zur Neuentwicklung des LED-Kontaktstiftes war es nicht möglich, ohne Prüfabstand zu messen. Somit gelangte neben dem Leuchtsignal der LED immer auch Streulicht in den Lichtleiter. Das erschwerte die Messung - vor allem bei unmittelbar benachbarten LEDs - und führte teilweise sogar zu Fehldiagnosen. Noch schwieriger wurde es, wenn der Anwender gleichzeitig zur LED auch die elektrischen Kontaktstellen prüfen wollte. Durch die nicht auszuschließenden Lagetoleranzen (ungenaue Bestückung, Verwölbung der Leiterplatte, etc.) mussten zusätzliche Sicherheitsabstände zwischen den freien Lichtleiterenden und den LEDs eingehalten werden, damit eine saubere elektrische Kontaktierung zwischen den Prüfkontaktstiften und den Kontaktpunkten hergestellt werden konnte. Alle diese Probleme gibt es bei dem patentierten LED-Stift von Tekon nicht.