LeCroy: Mit »WaveAce« ins untere Preissegment

»Wave Ace« heißt LeCroys neue Serie an tragbaren Kompakt-Oszilloskopen mit der sich das Messtechnik-Unternehmen ins untere Preissegment vorwagt. Herausgekommen ist dabei eine Familie von sechs unterschiedlichen Scopes mit Bandbreiten von 60 MHz, 100 MHz, 200 MHz bzw. 300 MHz.

Alle Geräte sind mit zwei Eingangskanälen sowie einem 5,7 Zoll großen Farbbildschirm ausgestattet. Unterschiedlich sind neben den Bandbreiten auch die Abtastraten und Speichertiefen der WaveAce-Scopes:

  • Modell 102: 60 MHz, 250 MS/s je Kanal, 500 MS/s kaskadiert, 4 kPunkte Speicher je Kanal, 890 Euro
  • Modell 112: 100 MHz, 250 MS/s je Kanal, 500 MS/s kaskadiert, 4 kPunkte Speicher je Kanal, 995 Euro
  • Modell 202: 60 MHz, 1 GS/s je Kanal, 8 kPunkte Speicher je Kanal, 995 Euro
  • Modell 212: 100 MHz, 1 GS/s je Kanal, 8 kPunkte Speicher je Kanal, 1290 Euro
  • Modell 222: 200 MHz, 1 GS/s je Kanal, 2 GS/s kaskadiert, 8 kPunkte Speicher je Kanal, 1490 Euro
  • Modell 232: 300 MHz, 1 GS/s je Kanal, 2 GS/s kaskadiert, 8 kPunkte Speicher je Kanal, 2290 Euro

Um die Analyse zu optimieren sind die Geräte mit 32 Standard-Auswerteroutinen ausgestattet inklusive erweiterte Timing Parameter für Skew-, Phase- und Edge to Edge-Messungen zwischen Kanälen. Vier Parameter können gleichzeitig angezeigt werden, ohne das Kurvenform-Darstellungsfeld zu verkleinern oder zu blockieren. Weitere Funktionen wie der Pass/Fail-Test, benutzerdefinierte digitale Filter und ein »Waveform Sequence Recorder«, mit dem sich Aufzeichnungssequenzen rasch in den Speicher verfrachten lassen, vereinfachen die Fehlerdiagnose ebenso wie eine FFT-Analyse.

Alle wichtigen Steuerungs-Menüs können mit der entsprechenden Taste angewählt, alle Positions- und Offset-Einstellungen auf Knopfdruck zurückgesetzt werden. Durch Druck auf den V/Div-Drehknopf wechselt man zwischen fester und variabler Verstärkung, das gleiche gilt für den T/div Drehknopf, um zwischen unterschiedlichen Zoom-Modi zu wechseln. Die Knöpfe zum Öffnen von Menüs bzw. zum Wechseln zwischen Modi sind hintergrundbeleuchtet, um den Anwender über den aktuellen Status des Scopes zu informieren. Einiges getan hat man auch bezüglich der Dokumentation, der Speicherung von Bildschirmausdrucken sowie der Speicherung von Signalformen und Geräte-Einstellungen. Verfügbar ist die Bedienoberfläche in elf Sprachen, darunter Deutsch.

Sehr praxisgerecht: Die Maskenauswertung Gut/Schlecht, wobei das Interessante die Erstellung der Maske ist, denn sie kann man nach einem »Golden Signal« festlegen, so dass auch von ganz beliebigen Signalen Masken erstellbar sind. Größere Datenmengen können auf USB-Speichersticks übertragen werden, der Anschluss befindet sich auf der Gerätefrontplatte. Ein USB-Port auf der Rückseite dient dem Anschluss an Drucker oder an einen PC; vom Rechner aus kann das Oszilloskop mit der »EasyScope«-Software gesteuert werden, wobei eine virtuelle Bedienoberfläche Hilfestellung bietet.

Die Rechnerkopplung ist überdies eine einfache Methode zur Speicherung von Signalzügen und zur Erstellung von Bildschirmausdrucken. Da ein eigenes Betriebssystem und nicht Windows verwendet wird, dauert das Hochfahren des Scopes lediglich rund 10 s; der Betrieb erfolgt aus dem 230-V-Netz; Batteriebetrieb ist nicht verfügbar.