Produkt- und Markenschutz mit SARD-Substanz Lanthanoid-basierte Sicherheitsmarkierung identifiziert Plagiate

SARD entwickelt eine fälschungssichere Sicherheitsmarkierung mit maßgeschneiderter Zusammensetzung und individuellen Emissionsspektren.

Plagiate verursachen nicht nur einen wirtschaftlichen Schaden, sondern können auch gefährlich sein, z. B. bei Medizinprodukten oder in der Automobilbranche. Oft sind deshalb neue Produkte mit Sicherheitsmarkierungen ausgestattet. Sie sollen helfen Originale fälschungssicher zu machen und als Original identifizieren zu können. Mittlerweile werden jedoch auch sie gefälscht.

Die swiss authentication research and development AG (SARD) hat eine, nach eigenen Angaben, vollkommen fälschungssichere Sicherheitssubstanz entwickelt. Sie kann in Glas eingebracht werden und verfügt über einen Datenspeicher mit dem Produkte oder Regionen durch individuelle Codes voneinander unterschieden werden können. Zudem kann die chemische Verbindung nicht durch »Reverse Engineering« nachgebaut werden.

Die Lanthanoid-basierte Substanz zeichnet sich durch ein dotiertes, kovalentes Kristallgitter aus. Sie verfügt über eine maßgeschneiderte Zusammensetzung und liefert individuelle Emissionsspektren. Bei der Produktion wird die Substanz zu einem definierten Zeitpunkt mit Fremdstoffen dotiert, beispielsweise mit 3d- bzw. 4d-Übergangsmetalle, Halbleiter oder anderen komplexen Verbindungen. »Die SARD-Substanz wird ausschließlich im firmeneigenen Labor in einem speziell von uns entwickelten und für uns gebauten Reaktor unter höchster Geheimhaltung hergestellt. Sie enthält eine kundenspezifische Mischung aus Lanthanoiden, Oxisulfiden und Oxifluoriden, die ein sehr komplexes, hochkovalentes und dotiertes Kristallgitter bilden«, erläutert Dieter Ebert, CTO bei SARD.

Die Beimischung der Fremdsubstanzen verändert das Emissionsspektrum maßgeblich. Die Detektion mittels UV- oder Infrarotspektroskopie und die Dechiffrierung der Substanz sind nur mit einem eigens für diese Anwendung entwickelten Laser-Messgerät möglich. »Durch die Dotierung werden Spektren generiert, bei denen nicht mehr bestimmt werden kann, welche Elemente beteiligt sind. Daher ist ein Nachbau der Substanz durch Reverse Engineering nicht möglich«, betont Ebert.