Kontinuierliche Datenerfassung für Kfz-Anwendungen

Vom Automotive-Messtechnik-Spezialisten Ipetronik gibt es zwei neue Datenerfassungsgeräte für Fahrzeugflotten und Fahrversuche.

In Fahrzeugflotten und bei Fahrversuchen kommen enorme Datenmengen zusammen. Will man diese kontinuierlich erfassen und entsprechend managen oder auswerten, braucht man leistungsfähige Datenlogger. Ipetronik adressiert diese Anwendungen mit seinen intelligenten Loggern »Fleetlog« und »Fleetlog WAN«.

Die Geräte verfügen über vier galvanisch getrennte CAN-Bus-Eingänge (gemäß ISO 11898-2). Sie erfassen die Fahrzeugdaten und/oder Sensorsignale über CAN-Messmodule, sammeln die Daten, verrechnen sie online und speichern sie auf einer wechselbaren CompactFlash-Karte. Dazu kann der Anwender unterschiedliche Speichergruppen und Triggerbedingungen definieren. Als CAN-Protokolle gibt es optional CCP, XCPonCAN, KWPonCAN, UDS oder GMLAN.

Der Datenaustausch erfolgt über USB, LAN oder über Funk beim Fleetlog WAN. Dieser unterstützt die drahtlose Übertragung von Messdaten sowohl über WLAN 802.11b/g als auch über EDGE/GSM 850/900/1800/1900 MHz und UMTS/HSDPA 850/1900/2100 MHz. Zur Positionsbestimmung über Satellit verfügt der Fleetlog WAN über ein integriertes GPS-Modul. Darüber hinaus bietet er eine Spannungsausfallüberbrückung sowie einen Fallback-Mechanismus, der bei vorübergehenden Störungen oder Unterbrechungen der Verbindung die Daten automatisch im Logger puffert und sie mit geringer Übertragungsrate erneut sendet.

Herzstück der beiden Datenlogger ist eine schnelle 500-MHz-LX800-CPU. Die Geräte verfügen über 256 MByte RAM und nutzen das Echtzeitbetriebssystem RTOS-32 mit der schon im »M-LOG« eingesetzten Erfassungssoftware »Testdrive«. Weitere Merkmale sind je zwei digitale Ein- und Ausgänge, ein intelligentes Powermanagement über die WakeonCAN-Funktion sowie zwei USB-Schnittstellen. Alle Einstellungen der Messkonfiguration lassen sich einfach über Ipetroniks kürzlich vorgestellte Windows-Software »IPEmotion« vornehmen. Mit den Optionen XCP-Service und CANsend kann der Anwender Messdaten online über CAN und Ethernet ausgeben und per »LOG2PC« Mess- und Konfigurationsdaten über LAN austauschen und visualisieren, seine Datenerfassung online konfigurieren und einen Remote-Start-Stopp der Messung über den PC durchführen.

Beide Logger sind in einem pulverbeschichteten IP30-geschützten Aluminium-Halbschalengehäuse mit den Abmessungen 141 x 37 x 180 mm untergebracht. Bedienelemente und Einsteckmodule wie SIM-Karte oder CompactFlash verbergen sich hinter einer schützenden Klappe. Das Gehäuse hat keine mechanisch beweglichen Teile wie Lüfter, Festplatte, etc. Die Logger arbeiten bei Temperaturen von -20 bis +70 °C. Zur Spannungsversorgung ist eine Spannung von 9 bis 36 VDC erforderlich, die Leistungsaufnahme liegt bei typisch 8 W.