Zerstörungsfreie Materialprüfung »JEC Innovation Award« für Suragus

»EddyCus«-Wirbelstromprüftechnik zur Prüfung von Carbonfaser-Materialien

Suragus, ein Spin-off des Fraunhofer-Instituts für Zerstörungsfreie Prüfverfahren Dresden, hat für seine »EddyCus«-Wirbelstromprüftechnik zur Prüfung von Carbonfaser-Materialien den »JEC Innovation Award« erhalten.

Das Hochfrequenz-Wirbelstromprüfverfahren eignet sich für reine Kohlenstofffasern und für deren Zwischenprodukte wie etwa Kohlefaser, Vlies, Wirrfaser und Geflechte. Aber auch für Halbzeuge und Endprodukte wie Prepreg (preimpregnated fibers, vorimprägnierte Fasern) und CFK.

Es nutzt die geringe elektrische Leitfähigkeit von Kohlefaserwerkstoffen zur Charakterisierung von Faserorientierung, -abstand, -verteilung und -volumengehalt sowie des Flächengewichts. Es zeigt Defekte und Effekte auf wie etwa Lücken, Überlappungen, Risse, Ondulationen und Aufschiebungen.

Moderne Signalverarbeitung und spezielle Rechentechnik ermöglichen einen hochauflösenden EC-Scan mit Pixelgrößen ab 100 µm und einer Messgeschwindigkeit von 10 bis zu 400 mm/s mit bis zu vier Frequenzen unter 100 MHz je Messvorgang. Die Auswertung und Darstellung in Echtzeit erfolgt mit der EddyCus-Control-Software »EC-Scan«.

Planare und schräge Proben bis zu 600 x 600 mm2 lassen sich mit »EddyCus CF map 6060« auswerten. Außerdem stehen angepasste Prüfgeräte für kleinere oder größere Proben zur Verfügung.

Die JEC gilt als die weltweit größte Organisation in der Verbundwerkstoffindustrie. Alljährlich vergibt sie den JEC Innovation Award an Unternehmen aus Europa, Asien und dem Nahen Osten für innovative und originelle Entwicklungen im Composites-Markt aus.

Suragus ist ein Spin-off des Fraunhofer-Instituts für Zerstörungsfreie Prüfverfahren Dresden. Das Unternehmen entwickelt Wirbelstromprüftechnik für Schichtwiderstands-, Leitfähigkeits- und Schichtdickenmessung sowie für die Erkennung verschiedener struktureller Defekte und Effekte von Carbonfaserwerkstoffen.