Gase sichtbar machen und durch Flammen hindurch sehen

Flir hat zwei neue Infrarotkameras für die Gasdetektion und die Inspektion von Industrieöfen im laufenden Betrieb vorgestellt. Die GF320 macht austretendes Gas als »Rauch« sichtbar; die GF309 blickt durch Flammen hindurch.

Den Kern der beiden Kameras GF320 und GF309 bildet ein gekühlter Detektor mit hoher Infrarotempfindlichkeit. Die GF320 macht zusätzlich zur standardmäßigen Infrarot-Detektion voll radiometrische Infrarotaufnahmen mit verschiedenen Farbpaletten. Dadurch ermittelt die Kamera die Temperatur eines Objekts exakt und stellt diese farblich kodiert dar. Die  GF309 kann mit ihrem Hitzeschild sowohl Ofen-Inspektionen im Hochtemperaturbereich als auch andere Infrarot-Untersuchungen vornehmen.

Unsichtbare Gaslecks erscheinen als »Rauch« auf dem Display

Die Kamera GF320 für die Gasdetektion stellt austretende Gase visuell dar und zeigt dazu ein komplettes Bild des überwachten Bereichs an. Leckagen erscheinen als Rauch im Sucher der Kamera oder auf dem LC-Display – der Anwender sieht so flüchtige Gasemissionen sofort. Das Bild wird in Echtzeit dargestellt und kann als Filmsequenz in der Kamera gespeichert werden zur Dokumentation, Archivierung oder zum Versenden per E-Mail. Ein eingebautes GPS-Modul hilft bei der genauen Lokalisierung der detektierten Gaslecks.

Die GF320 ist für den Einsatz in Öl- und Gaskraftwerken sowie der petrochemischen und chemischen Industrie ausgelegt. Dort kann sie teure und gefährliche Gaslecks (Methan oder andere flüchtige organische Verbindungen) entdecken, die mit dem bloßen Auge unsichtbar sind.

Durch Flammen hindurch sehen

Die GF309 wurde speziell konstruiert, um das Innere von industriellen Hochtemperatur-Öfen zu inspizieren, während sie im Betrieb sind. Sie ist für die Überwachung sämtlicher Arten von Öfen, Heizungen und Kesseln geeignet – speziell in der chemischen und petrochemischen Industrie und der Versorgungswirtschaft. Die Kamera sieht durch Flammen hindurch und ist mit einem abnehmbaren Hitzeschild ausgerüstet, das die Hitze reflektiert und so Kamera und Anwender schützt. Dank ihres sehr großen Temperaturbereiches ist sie nicht nur für Hochtemperaturuntersuchungen, sondern auch für exakte Inspektionen von elektrischen und mechanischen Komponenten einsetzbar.

Joachim Sarfels von Flir erklärt im Video die Funktionsweise der neuen Infrarotkameras: