Für Mobile-WiMAX gerüstet

Die Messtechnik-Spezialisten von Rohde & Schwarz haben einen Mobilfunk-Scanner mit Mobile-WiMAX-Funktion vorgestellt.

Nach Abschluss der Standardisierung und Entwicklung entsprechender Basisstationen und Endgeräte ist Mobile-WiMAX (IEEE 802.16e) reif für den Netzaufbau. Rohde & Schwarz adressiert die Anforderungen der Netzbetreiber nun mit dem R&S TSMW, einem universellen Mobilfunk-Scanner mit Mobile-WiMAX-Funktion und einem Frequenzbereich von 30 MHz bis 6 GHz. Dank des Plattform-Konzepts eignet sich das Gerät auch für alle Technologien mit Bandbreiten bis 20 MHz. Aktuelle und künftige Standards sind per Software-Option nachrüstbar – auch LTE ist geplant.


Eine adaptive Vorselektion sorgt über die gesamte Bandbreite hinweg für eine hohe Messdynamik und -genauigkeit. Damit lassen sich auch einzelne Blöcke bei stark reduzierter Intermodulation herausfiltern und analysieren. So sind selbst schwache Signale messbar. Zudem kann der Scanner gleichzeitig auf verschiedenen Frequenzen sowie beliebig vielen Trägern scannen und demodulieren. Die Umschaltzeiten zwischen den Trägern liegen unter 5 ms. Dank der zwei integrierten Empfänger lassen sich auch mehrere WiMAX-Signale parallel messen, so dass Umschaltzeiten komplett entfallen und eine hohe Messgeschwindigkeit erreicht wird.


Das Gerät detektiert Signale mit einer Empfindlichkeit, die deutlich unter dem Rauschpegel liegt (Rauschzahl 7 dB bei 3,5 GHz). So kann der Anwender nicht nur die Nachbarschaftsinformationen für eine Basisstation überprüfen, sondern auch Störsignale anderer Basisstationen auffinden. Sämtliche Preamble-basierten Betriebsparameter sind analysierbar, einschließlich Signalstärke (RSSI) und Störabstand (CINR).


Die Messergebnisse lassen sich durch ein integriertes GPS noch während des mobilen Einsatzes mit den Messorten verknüpfen und auf einer Karte darstellen. Dank einer Gigabit-/Ethernet-Schnittstelle sind die Messdaten über einen IP-basierten Zugriff lokal oder aus der Ferne am PC abrufbar. Mittels der Option R&S TSMW-K1 erreicht man eine hohe Flexibilität bei der Datenauswertung: Das Gerät liefert via I/Q-Interface Rohsignale, die der Anwender über die Matlab-Software auswerten kann. Dies ist bei Messungen an noch in der Entwicklung befindlichen Standards von Vorteil, beispielsweise bei Kanalmessungen für 3GPP LTE.