Drahtlose Verbrauchszählermessung

Die im schweizerischen Genf ansässige LEM stellt die zweite Generation ihrer drahtlosen Stromzwischenzähler der »Wi-LEM«- Serie (Wireless Local Energy Meter) vor.

Die neuen Komponenten bieten eine zehnfach höhere Funkleistung als ihre Vorgänger und ermöglichen daher einen deutlich weiteren Knotenabstand. Die Komponenten sind konzipiert zur Fernmessung und -überwachung von Energieverbrauchszählern wie etwa Strom- und Wasserzähler sowie für die Messung von Temperatur- und Feuchtigkeitswerten. Für die Datenübertragung nutzt Wi-LEM den Wireless-Kommunikationsstandard 802.15.4 – dabei kommt dem Anwender gleich eines der Highlights der neuen Komponenten zugute: Ihre im Vergleich zur Vorgängergeneration zehnfach höhere Funkleistung – sie liegt nun bei 10 statt 1 mW. Damit lässt sich der Abstand zwischen den einzelnen Knoten wesentlich erhöhen.

Neu in der Wi-LEM-Familie ist u.a. der »Wi-Pulse«, ein zusätzlicher Dual-Input-Pulszähler, der die von Verbrauchszählern erzeugten Pulse erfasst und überträgt. Er lässt sich einfach an ein bestehendes Wi-LEM-Netz anschließen, um die Anzahl der zu überwachenden Verbrauchseinheiten zu erweitern. Mit ihm lassen sich bestehende autonome Strom- und Wasser- sowie Zwischenzähler mit einem Pulsausgang, der zentral über ein Wi-LEM-Netz überwacht werden kann, ablesen. Ebenfalls neu ist der Temperatur- und Luftfeuchtigkeits-Messwandler »Wi-Zone«. Angeschlossen an ein Wi-LEM-Netz überwacht er die Umgebungsbedingungen. Beide neuen Komponenten sind mit einer integrierten Antenne ausgestattet. Zudem sind sie batteriebetrieben und benötigen daher keine externe Stromversorgung.

Nicht zuletzt wurden auch die Wi-LEM »Energy Meter Nodes« (EMN) verbessert – sie sind nun in der Lage, Ströme bis 2000 A zu messen. EMNs bieten nach Überzeugung von LEM wesentlich mehr Informationen als ein einfacher Zwischenzähler, weil sie die Wirk-, Blind- und Scheinleistung sowie den Maximalstrom und die Minimalspannung messen. EMNs umfassen eine Baugruppe mit einem bis drei Strommesswandlern und einem integrierten Signalverarbeitungsmodul. Sie messen den Energieverbrauch an einer beliebigen Stelle in einem Schaltschrank und übertragen die Daten. Für eine hohe Genauigkeit bei dennoch kompakter Bauform sorgen aufklappbare Rogowski-Spulen.

Alle drei neuen Komponenten arbeiten mit LEMs bereits bekannter »Mesh-Node«- und »Mesh-Gate«-Technik. Damit sind sie kompatibel zu bestehenden Lösungen. »Mesh Node« ist ein Repeater, der verschiedene Knoten miteinander verknüpft, um eine zuverlässige drahtlose Kommunikation bei größeren Installationen zu gewährleisten. Diese Technik lässt sich ohne zusätzliche Konfiguration oder Programmierung in das Netzwerk einfügen. »Mesh Gate« ist ein autonomes Wireless Network Management Gateway, das das robuste, sich selbst konfigurierende Mesh-Netzwerk der Messwandler mit einem PC verbindet. Jedes Mesh Gate kann bis zu 200 Energy Meter Nodes überwachen.