Neue EMV-Analyseverfahren spüren die von manchen »Billig-Energiesparlampen« ausgehenden zeitbegrenzten und driftenden Störer auf Den driftenden Störern auf der Spur

Der verbreitete Einsatz von Kompaktleuchtstofflampen, besser bekannt als Energiesparlampen, führt neben den erwünschten Energieeinsparungen zu neuen technischen Problemen im Bereich der elektromagnetischen Verträglichkeit. Ein neues EMV-Analyseverfahren auf Zeitbereichsbasis soll den driftenden Störern auf die Spur kommen.

Neue EMV-Analyseverfahren spüren die von manchen »Billig-Energiesparlampen« ausgehenden zeitbegrenzten und driftenden Störer auf

Der verbreitete Einsatz von Kompaktleuchtstofflampen, besser bekannt als Energiesparlampen, führt neben den erwünschten Energieeinsparungen zu neuen technischen Problemen im Bereich der elektromagnetischen Verträglichkeit. Ein neues EMV-Analyseverfahren auf Zeitbereichsbasis soll den driftenden Störern auf die Spur kommen.

Der Countdown für die gute alte Glühbirne läuft. Die Kommission der Europäischen Union gab im Dezember 2008 bekannt, dass auf Basis der Ökodesign-Richtlinie 2005/32/EG ein Stufenplan für Verkaufsverbote von Lampen mit geringer Energieeffizienz in den Mitgliedsländern umgesetzt werden soll. Zum 1.9.2009 sind alle Mattglaslampen sowie die 100-W-Klarglas-Glühbirnen aus dem Handel genommen worden, bis 2012 sollen stufenweise alle Klarglas-Glühbirnen aus den Regalen verschwunden sein, die die entsprechenden Energieeffizienz-Mindestanforderungen nicht erfüllen.

Ihre Nachfolger, die so genannten Kompaktleuchtstofflampen oder Energiesparlampen, werden von der Industrie und der Werbung hoch gelobt: energiesparend, umweltfreundlich, ressourcenschonend sollen sie sein. Ob das im Hinblick auf das enthaltene Quecksilber und die entsprechend notwendige Entsorgung als Sondermüll tatsächlich so ist, sei dahingestellt. Aber Energiesparlampen bergen aber noch ganz andere Probleme: »Die Lampen, die zum Teil in großen Stückzahlen billig in Asien hergestellt werden, sind aus eben diesem Grund mit kostengünstigen Bauelementen und Schaltkreisen aufgebaut«, erklärt Dr. Wolfgang Winter, Vertriebsleiter bei der emv GmbH, Distributor unter anderem für EMV-Messgeräte der Firma Gauss Instruments. »Das bei vielen Modellen integrierte Vorschaltgerät arbeitet mit 50 kHz und ist nicht auf Frequenzstabilität optimiert. Energiesparlampen mit elektronischem Vorschaltgerät emittieren sowohl hochfrequente leitungsgebundene als auch nicht leitungsgebundene Störungen. Diese elektromagnetischen Felder können andere Geräte, die sich im Haushalt befinden, stören.«

Ein typisches Beispiel ist eine Infrarotfernbedienung für Rundfunk- und Fernsehempfänger, die mittels einer Leuchtdiode mit einer Wellenlänge von 950 nm sendet. Um die Störsicherheit zu erhöhen, wird das optische Signal mit 20 bis 70 kHz moduliert. Dadurch reagieren die Infrarotfernbedienungen empfindlich auf Interferenzen in diesem Frequenzbereich. »Zudem ist es möglich, dass mit Infrarot betriebene Fernbedienungen durch das - für Menschen nicht sichtbare - Flimmern der Kompaktleuchtstofflampen gestört werden«, so Dr. Winter. »Diese Störungen können unter Umständen so stark ausfallen, dass sie Fehlschaltungen oder Reichweitenreduzierungen auslösen, weil die Empfänger ein Störsignal empfangen.« Typische Geräte, die hiervon betroffen sein können, sind Fernseher, Videorecorder, CD-Player und weitere fernsteuerbare Audiogeräte.«