Boundary-Scan-Tester: Tischgerät integriert Testelektronik direkt im Fixture

Die modularen Stand-alone-Systeme der »Juliet«-Serie von Göpel Electronic vereinen die gesamte Systemelektronik sowie die Prüflingsadaption per Wechselkassette in einem kompakten Tischgerät.

Mit der neuen Geräteserie »Juliet« (der Name steht für JTAG UnLimItEd Tester)  greift Göpel Electronic die Forderung der Anwender nach kompakten, voll integrierten Produktionstestern mit Boundary-Scan-Technik auf.

Als Commercial-Off-The-Shelf-Produkt (COTS) konzipiert, sind die Geräte in den Versionen »Juliet Base« und »Juliet Standard« erhältlich, wobei die Unterschiede in der Zahl verfügbarer I/O-Kanäle (120/240) und TAPs (2/4), sowie in der Scan Performance (16/50 MHz) liegen.

Insgesamt gibt es sechs verschiedene Modelle, die nach Angaben des Herstellers sämtliche Produktionsanwendungen von der einfachen Testausführung bis zum kompletten Reparaturplatz mit grafischer Fehlervisualisierung abdecken. Sämtliche Juliet-Systeme bieten vier unabhängige UUT-Spannungen (Unit Under Test) inkl. Strommessung für jeweils zwei bzw. vier Bänke zur Abdeckung von Gang-Applikationen sowie eine Adaptionsnutzfläche von 310 x 210 mm. Eine integrierte Wechselkassetten-Mechanik mit Typerkennung erlaubt standardisierte UUT-Adaptierungen über Nadelkontakte oder über native Steckverbinder bei gleichzeitigem Zugriff auf alle Interface-Signale - auch im aktiven Zustand. Das vereinfacht das selektive Monitoring kritischer Signale und macht das Debugging effektiver.

Alle Juliet-Varianten ermöglichen Boundary-Scan-Tests, In-System-Programmierung von Flash und PLD, funktionale Emulationstests, MCU-Programmierung sowie Interface-Tests. Die jeweils aktive Prozedur ist direkt auf einem integrierten Display sichtbar. Die Steuerung des Gesamtablaufs übernimmt ein extern über USB oder LAN angekoppelter PC unter Einbeziehung der im Gerät integrierten Bedienelemente.

Die Tester bauen auf Standardkomponenten wie »System Cascon«, »ScanBooster« und »Scanflex« auf und sind dadurch kompatibel zu bereits im Labor genutzten Systemen und flexibel erweiterbar. Als Software kommen Standardversionen des JTAG/Boundary-Scan-Programmpaketes System Cascon zum Einsatz. Auf der Hardwareseite bietet das Modell »Juliet Standard« die Performance und Erweiterbarkeit der Scanflex-Architektur, während das »Juliet Base« auf der günstigeren ScanBooster-Architektur beruht. Beide Versionen sind in der Konfiguration Run Time Station (RTS), Failure Diagnostics Station (FDS) und als Repair/Debug Station (RDS) erhältlich. Letztere bietet sowohl sämtliche »ScanAssist« Debugtools, sowie »ScanVision« zur grafischen Visualisierung erkannter Fehler.