Agilent kauft Varian für 1,5 Milliarden Dollar

Seinen Geschäftsbereich der bioanalytischen Instrumentierung stärkt Agilent mit der Übernahme des kalifornischen Unternehmens Varian.

Zu Varians Stärken gehören Instrumente für die wissenschaftliche Labortechnik, Spektroskopiegeräte, Bildverarbeitungslösungen, Analysesoftware und Vakuumpumpen. Immerhin eine Milliarde US-Dollar Umsatz konnte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2008 erzielen.

Jede Aktie des Herstellers ist Agilent 52 US-Dollar wert, was etwa 35 Prozent über dem Schlusskurs am 24. Juli 2009 liegt. Nach dem Abschluss der Transaktion soll Adrian Dillon, Executive Vice President und CFO von Agilent, für einen reibungslosen Übergang in Agilents Strukturen sorgen. Es ist geplant, Varian in Agilents Sparte der bioanalytischen Messtechnik einzugliedern.

Für den Messtechnik-Riesen bietet sich damit die Chance, neue Marktsegmente besonders in den Bereichen Energietechnik, Umweltanalyse und der medizinischen Forschung zu erschließen.

Diese Übernahme soll jährlich 75 Millionen US-Dollar durch Synergieeffekte bringen, hofft man bei Agilent. Innerhalb von vier bis fünf Jahren, so wird vorausgesagt, könnte dieses Geschäft einen Ertrag von 20 Prozent des investierten Kapitals abwerfen.

Während die Aufsichtsräte beider Firmen bereits zugestimmt haben, müssen Varians Aktionäre noch zustimmen. Alle juristischen Formalitäten will Agilent bis zum Ende des Jahres erledigt haben.