2010: Neue EMV-Mess-Norm erfüllen

Rohde & Schwarz hat einen neuen Full-Compliance-Messempfänger für den Frequenzbereich von 9 kHz bis 7 GHz herausgebracht. Er erlaubt normkonforme Messungen, wie sie künftig für IT-Geräte erforderlich sind.

Ab Oktober 2010 gelten neue Anforderungen gemäß der aktuellen Ausgabe des Standards CISPR 22/EN 55022 für informationstechnische Einrichtungen: Ab dann nämlich werden in der Europäischen Union Störemissionsmessungen bis 6 GHz für IT-Geräte verpflichtend.

Mit dem neuen Messempfänger R&S ESCI7 können Hersteller von IT-Geräten bereits jetzt an ihren Neuentwicklungen die elektromagnetischen Störaussendungen bis 7 GHz erfassen, analysieren und damit nachprüfen, ob auch die zukünftigen Grenzwerte eingehalten werden. Dank des integrierten Spektrumanalysators eignet sich der Messempfänger darüber hinaus für eine Vielzahl von Standard-Messungen, die im HF-Entwicklungslabor anfallen. Beispielsweise lassen sich Phasenrauschen, belegte Bandbreite und die Kanalleistung messen oder der Interceptpunkt dritter Ordnung bestimmen.

In seiner Klasse zeigt der Empfänger ein sehr niedriges Eigenrauschen (typ. -153 dBm bei 1 GHz und 10 Hz Bandbreite) und einen hohen Dynamikbereich (1 dB Kompression +5 dBm). Somit bietet der Messempfänger die erforderliche Empfindlichkeit auch für präzise EMV-Messungen mit niedrigen Grenzwerten, wie sie der Standard CISPR 22/EN 55022 für den Frequenzbereich von 1 GHz bis 6 GHz definiert. Anwender müssen dadurch weniger in externe Vorverstärker, verlustarme Kabel oder hochempfindliche Antennen investieren.

Die Mixed-Mode-Darstellung auf dem Display des Messempfängers zeigt parallel das HF-Eingangssignal im Spektrum um die Empfängerfrequenz herum, eine numerische Messung sowie die grafische Pegeldarstellung an. So lässt sich eine Übersicht über die Spektrum-Umgebung gewinnen und Störsignale schneller identifizieren. Auch eine genauere Frequenzabstimmung des Messempfängers auf das Störmaximum ist dadurch möglich.