CRE Rösler Electronic Spezialist nicht nur für individuelle Lösungen im Panel-PC-Bereich

Bernhard Rösler, CRE Rösler Electronic: »Entwicklung und Produktion sind jetzt so aufgestellt, dass wir unsere Produktionskapazität mehr als verdoppeln können. Der Spatenstich für die neue Fertigung erfolgt schon nächstes Jahr.«
Bernhard Rösler, CRE Rösler Electronic: »Entwicklung und Produktion sind jetzt so aufgestellt, dass wir unsere Produktionskapazität mehr als verdoppeln können. Der Spatenstich für die neue Fertigung erfolgt schon nächstes Jahr.«

High Performance und zeitgemäßes Design: Mit der S-Line prägte CRE Rösler Electronic einen neuen Trend im IPC-Bereich. Mit einem effizienteren, auf Technologieplattformen basierenden Entwicklungskonzept und optimierter Fertigung wird nun für die nächsten Jahre die Umsatzverdoppelung angestrebt.

Wer bei Porsche in Leipzig an den Produktionsstraßen des Cayenne, des Panamera oder des neuen Macan entlanggeht, dem fallen mit Sicherheit die schlanken, formschönen rechnergestützten Bedieneinheiten für den Fertigungsprozess auf. In Summe dürften es inzwischen fast 800 Panel-PCs der S-Line sein, die CRE Rösler Electronic an das Porsche-Werk in Leipzig geliefert hat.

»Dass wir diesen Auftrag vor Jahren gewonnen haben, hatte neben der geringen Gerätetiefe und dem ansprechenden Gerätedesign vor allem mit einem Detail zu tun, das der Wettbewerb so nicht geboten hat«, freut sich Unternehmensgründer Bernhard Rösler noch heute: »Unsere patentierte Schnellwechselkupplung Quick-Lock erlaubt es Servicemitarbeitern, ein Gerät bei Bedarf innerhalb von 30 Sekunden auszutauschen.« In den Kupplungsmechanismus integrierte ist eine IP-Erkennung, die sofort für die reibungslose Integration des neuen Panels in den Produktionsprozess sorgt.

Flexibles Baukastensystem

Dank der Flexibilität des zugrunde liegenden Baukastensystems finden die auf die individuellen Anforderungen der Kunden zugeschnittenen Geräte des Schleswig-Hosteinischen Unternehmens heute Verwendung in allen Bereichen der rechnergestützten Bedienungseinheiten, sei es nun der Maschinen- und Anlagenbau oder die Prozesstechnik. Das Produkt-Portfolio reicht inzwischen vom Monitor mit Tastatur bis zur kompletten Workstation. Und das in einem ansprechenden Design. Parallelen zu einem namhaften Hersteller von Computern und Smartphones kommentiert Rösler mit einem Lächeln.

»Natürlich sind Mitarbeiter in den verschiedenen Bereichen der Industrie heute durch einen Hersteller wie Apple, der klare Zeichen in puncto Gerätedesign gesetzt hat, aus ihrem privaten Umfeld eine andere Geräteanmutung gewohnt als noch vor fünf, sechs Jahren«, gibt Rösler zu, »das hat den Marktzugang für unsere Geräte der S- und der I-Line sicherlich gefördert«. Getreu der Devise »Form follows Function« steht bei der Kundenberatung aber nicht das Design im Vordergrund, sondern vielmehr der Nutzen: Was soll erreicht werden, was ist technisch wirklich möglich, und wie lässt sich das Gewünschte in einem sinnvollen Rahmen realisieren?

Antworten von CRE Rösler Electronic auf diese Fragen sind unter anderem ein niedriger Energieverbrauch und geringe Abwärme. Neben dem Einsatz von Intel-Chip-Sets, wie etwa dem Atom Dual Core D2550, dem Celeron 1007U, dem Pentium B960 oder dem Core i7 4rd Generation, hat das vor allem auch mit ausgefeilten elektromechanischen Konzepten zu tun, die etwa die Trägerelemente der Bedieneinheiten zur Gerätekühlung nutzen. Hier arbeitet das Unternehmen aus Hohenlockstedt, vor den Toren Itzehoes, eng mit bekannten Namen wie Haseke, Rolec und Rittal zusammen. Im Bemühen um die Reduzierung der Verlustleistung sind die Entwickler dabei manchmal ihrer Zeit voraus. »Als wir vor eineinhalb Jahren einen 19-Zoll-IPC mit einer Verlustleistung von 17 bis maximal 19 W vorgestellt haben, hat das eigentlich keinen wirklich interessiert«, erinnert sich Rösler, »der Standard liegt eben bei 50 W und wird nur sehr langsam weiter reduziert«.

Ob es um technische Feature wie Projected Capacitive Touch (PCT), Resistive Touch, Schnittstellen wie WLAN oder RFID-Schnittstellen und -Lesegeräte geht – oder Gerätetiefen von nur noch 28 mm, wie sie die nächsten Geräte der I-Line aufweisen werden: »Technisch haben wir bislang noch keine Herausforderung abgelehnt«, versichert Rösler. Dieser Anspruch brachte allerdings Anfang des Jahrzehnts etwas die Zahlen durcheinander: »Wir haben uns 2012 die Frage gestellt: Wie können wir in Zukunft effizienter entwickeln und produzieren?«, so der Unternehmensgründer, »dabei haben wir dann auch festgestellt, dass unsere Kunden kein Problem damit haben, sich an den Entwicklungskosten zu beteiligen, wenn sie dafür Lösungen mit Alleinstellungsmerkmal bekommen«.

Mit klar aufgeteilten Kompetenzzentren innerhalb des Unternehmens und einer optimierten Fertigungsphilosophie hat sich das Unternehmen die Voraussetzungen für weiteres Wachstum geschaffen. Nach einem Umsatz von 4,5 Millionen Euro im Vorjahr lautet das Ziel für dieses Jahr 5,5 Millionen Euro. Es sei das klare Ziel, so Rösler, den Umsatz noch in diesem Jahrzehnt zu verdoppeln.

Diesem Ziel folgend wurde bereits in den letzten zwei Jahren die Zahl der Mitarbeiter auf 35 erhöht. Als nächstes ist die Verdoppelung der Fertigungskapazitäten geplant. Spatenstich für den neuen Fertigungsbereich soll bereits 2015 sein. Die Zahl der gefertigten Geräte, die aktuell bei etwa 2500 liegt, dürfte sich dann mehr als verdoppeln. Möglich wird dies auch dadurch, dass sich der Anteil der auf verschiedenen Standardplattformen realisierten Geräte in den letzten fünf Jahren deutlich erhöht hat. »Vor fünf Jahren waren noch 90 Prozent unserer Geräte Individuallösungen«, blickt Rösler zurück, »inzwischen haben wir ein Verhältnis von 50 : 50 erreicht«.

Zum weiteren Wachstum wird auch ein Projekt beitragen, das eigentlich schon vor einigen Jahren umgesetzt werden sollte, sich dann aber aus verschiedenen Gründen verzögerte: »Wir werden jetzt unseren eigenen Außendienst-Vertrieb voranbringen«, bekräftigt Rösler, »die entsprechenden Mitarbeiter haben wir inzwischen«. Ihre Tätigkeit wird sich vorerst vor allem auf Deutschland konzentrieren, denn hier erzielt das Unternehmen bislang 90 Prozent seines Umsatzes, die übrigen 10 Prozent verteilen sich auf Österreich und die Schweiz.

Für zusätzliche Wachstumsdynamik soll der Eintritt in den Bereich explosionsgeschützter Anwendungen sorgen. Rösler hat dabei sowohl Ex-Zone 1 als auch Ex-Zone 2 im Blick. »Auch dieses Marktsegment öffnet sich zusehends designorientierten Lösungen«, versichert er, »die besondere Herausforderung liegt dabei darin, dass die Geräte nicht nur ansprechend aussehen sollen, sondern auch noch wartungsfrei sein müssen!«