Etasyn - 25-jähriges Jubiläum »Unser Ziel ist es, der Best in Class-Partner zu sein«

Andreas Friedrich (l.) und Ewald Braith kennen sich seit gemeinsamen Tagen bei Artesyn Technologies. Anfang Oktober übernahm Braith die Geschäftsführung bei Etasyn. Er hat sich zum Ziel gesetzt, den Umsatz des Spezialisten für kundenspezifische Stromversorgungen bis 2020 auf 20 Millionen Euro zu verdoppeln.

Als Spezialist für kundenspezifische Stromversorgungslösungen hat sich Etasyn vor allem im Bereich Medizinelektronik eine starke Stellung erarbeitet.

Für die Zukunft strebt der designierte neue Geschäftsführer Ewald Braith eine Umsatzverdoppelung in fünf Jahren an. Neben dem Ausbau des Vertriebs sollen dazu vor allem neue Value-Add-Dienstleistungen beitragen.

Der Mai dieses Jahres hat uns den bislang höchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte beschert«, freute sich Andreas Friedrich, Geschäftsführer und Mehrheitseigentümer der Etasyn, anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Unternehmens und der damit verbundenen offiziellen Eröffnung des neuen Standortes in Drebach bei Chemnitz. Dort verfügt man nun auf einem Gelände von 17.500 m2 über eine Produktionsfläche von 5250 m2. Am alten Standort in Chemnitz-Einsiedel waren es 1600 m2.

Speziell in den letzten beiden Jahren hat sich das Unternehmen, das etwa 20 Kunden bedient, sehr dynamisch entwickelt. Nach einem Wachstum im letzten Jahr um 15 Prozent auf rund 7 Millionen Euro deutet in diesem Jahr alles auf ein Wachstum von bis zu 25 Prozent hin. Einen überraschenden Einbruch der Auftragslage erwarten Friedrich und der zweite Geschäftsführer, Jürgen Hähle, der das Unternehmen 1990 gründete, nicht: »Unser Auftragspolster umfasst derzeit zwölf Monate, die Herausforderung besteht für uns vielmehr darin, dieses dynamische Wachstum zu stabilisieren.«

Derzeit arbeiten rund 75 Mitarbeiter für das Unternehmen, allein 15 davon in der Entwicklung. Aktuell läuft die Produktion, die derzeit 45.000 bis 50.000 Geräte umfasst, im Einschichtbetrieb. Wenn sich dieses dynamische Wachstum jedoch weiter fortsetzt, wird der Übergang zur Zweischichtproduktion bald notwendig sein. Kein Wunder also, dass Etasyn auf der Suche nach Mitarbeitern für alle Unternehmensbereiche ist.

In einem speziellen Fall ist die Entscheidung zur Besetzung eines Arbeitsplatzes bereits gefallen. Vor dem Hintergrund der anstehenden Pensionierung von Hähle konnte Friedrich Ewald Braith als neuen Geschäftsführer und Minderheitseigentümer gewinnen. Beide kennen und schätzen sich aus gemeinsamen Zeiten bei Artesyn Technologies und der Emerson Group. Braith war als President der Telcom Business Unit der Vorgesetzte von Friedrich, als dieser sich 2006 entschloss, mit einem Management-Buy-out in Einsiedel den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Eigentlich wollte Friedrich seinen ehemaligen Chef schon früher für die Aufgabe des Geschäftsführers bei Etasyn gewinnen, doch Braith suchte nach dem Weggang von der Emerson Group 2011 erst mal eine neue Herausforderung in einer neuen Branche. Als CEO von Detego leitete er darum zunächst einmal die Geschicke eines Anbieters von RFID-Lösungen und -Services.

 Im zweiten Anlauf hat es jetzt geklappt. Nach den Erfahrungen in der Software-Branche kehrt Braith nun wieder in die Welt des Stromversorgungsgeschäfts zurück. Ausgehend von der Position des Entwicklungs-Ingenieurs bei Zytec, blickt er in dieser Branche auf eine fast 30-jährige erfolgreiche Karriere mit internationaler Verantwortung zurück. »Letztlich hat die ständige Reisetätigkeit bei einem global aufgestellten Unternehmen wie der Emerson-Gruppe aber ihren Preis«, stellt Braith fest und begründet damit auch seine Entscheidung, sich nun für einen mittelständischen Spezialisten zu engagieren: »Bei Etasyn sehe ich dich Chance, das Unternehmen mit meinen Erfahrungen und Fähigkeiten auf das nächste Entwicklungs-Level zu bringen. Die Voraussetzungen dafür sind nach meiner Einschätzung bestens!«