EWE / Uni Jena Salzstöcke können als große Batterie dienen

Salzstöcke stehen im Visier der Batterieforscher
Salzstöcke im Visier der Batterieforscher

Der Energieanbieter EWE und Forscher der Uni Jena sind dem Ziel einer Speicherung elektrischer Energie in Salzstöcken nach eigenen Angaben einen Schritt näher gekommen.

Versuche belegen demnach, dass die riesigen unterirdischen Hohlräume mit Hilfe eines Gemisches aus Salzwasser und elektrisch aufgeladenen Kunststoffteilchen als große Batterie genutzt werden können. In sechs Jahren soll die erste derartige Anlage in Betrieb gehen.

»Es besteht damit die Möglichkeit, etwas Revolutionäres zu machen, und Deutschland wieder zu einem Batterie-Land zu machen«, so der Jenaer Chemiker Ulrich Schubert. EWE will mit der Technik überschüssigen Windstrom speichern und so die Energiewende in Deutschland voranbringen.

Das Speichern ist notwendig, weil Solar- und Windstrom anders als Kohle- oder Atomstrom nur bei passendem Wetter in großer Menge entsteht - aber noch nicht ausreichend für Zeiten mit wenig Erzeugung zwischengespeichert werden kann. Geplant ist ein Vorrat von 700 Megawattstunden, was etwa dem täglichen Strombedarf von 75.000 Haushalten entspricht.

(Für markt-technik.de: Nicole Wörner)