Überraschung auf Stromversorgungsmarkt Puls übernimmt Etasyn

Unternehmensgründer Bernhard Erdl (r.) baut die Puls-Gruppe durch die Übernahme der Etasyn zu einem Hersteller aus, der sowohl Standard-Geräte, als auch kundenspezifische Lösungen anbietet. Ewald Braith (l.) übernimmt als Geschäftsführer die Leitung der neugegründeten Unternehmenseinheit Puls Custom Power.

Rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres hat Puls für einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag Etasyn übernommen.

»Das war kein Schnäppchen«, versichert Bernhard Erdl, CEO und Gründer der Puls-Gruppe, »aber unsere Geschäftsschwerpunkte ergänzen sich perfekt und erlauben es uns, in Zukunft mit einem Komplettangebot vom Standardgerät bis zur kundenspezifischen Lösung am Markt aufzutreten«.

»Wir gewinnen durch diese Übernahme einen internationalen Footprint«, erläutert Ewald Braith, Geschäftsführer von Etasyn. »Das ermöglicht uns, in Zukunft internationale Kunden in einem ganz anderen Maßstab zu bedienen«.
Braith, der im Sommer 2015 zum 25-jährigen Jubiläum der Etasyn als Geschäftsführer und Minderheitseigentümer in das Unternehmen einstieg, leitet in Zukunft den neuen Geschäftsbereich Puls Custom Power. »Es freut mich, dass er sich zur Übernahme dieser Verantwortung bereit erklärt hat«, versichert Erdl. »Mit seiner umfassenden 30-jährigen Erfahrung im Power-Business – sowohl in einem Weltkonzern als auch in mittleren Unternehmen – gewinnen wir einen ganz wertvollen Know-how Zuwachs in der Puls Gruppe und einen Top Manager!«

Langfristig – das heißt bis 2030 – soll der Bereich Puls Custom Power ein Umsatzvolumen von 100 Millionen Euro erreichen. Dazu sollen nicht nur kundenspezifische Stromversorgungen, sondern auch komplette Power-Systemlösungen beitragen. Für das laufende Geschäftsjahr nennt Puls-Gründer Erdl ein Umsatzziel für die Puls-Gruppe von über 150 Millionen Euro. Bis 2020 soll der Umsatz die 200-Millionen-Euro-Grenze erreichen. »Wir haben in der Vergangenheit ein wachsendes Interesse der Kunden an kundenspezifischen Lösungen wahrgenommen«, so Erdl, »das wir in der Vergangenheit aus Kapazitätsgründen aber nur zum Teil befriedigen konnten.« Vor diesem Hintergrund hatte sich Puls Anfang letzten Jahres auch am Bieterverfahren um einen anderen deutschen Hersteller von kundenspezifischen Stromversorgungen beteiligt, war aber dann ausgestiegen.

Nach der Übernahme von Etasyn wird die Puls-Gruppe Standard-Geräte für die Hut-Schiene, modifizierte Standardgeräte und komplett kundenspezifisch realisierte Produkte anbieten können. »Häufig fragen die Kunden inzwischen nach kombinierten Standard- und Custom-Lösungen«, berichtet Erdl. »Das können wir in der neuen Unternehmensaufstellung nun alles aus einer Hand anbieten.« Eine nicht ganz unwichtige Rolle bei diesen Plänen dürfte dürfte auch die Möglichkeit spielen, dass Puls seine Hochwirkungsgrad-Technologie in Zukunft auch in anderen Bauformen als der Hut-Schiene anbieten kann. Im ersten Schritt werden sich etwa 20 Mitarbeiter innerhalb der Puls-Gruppe mit der Realisierung kundenspezifischer Lösungen befassen.