Rohm expandiert mit SiC Power Lab für E-Mobility, Motorsteuerungen, PV und Server

Christian André, President von Rohm Europe: »Mit dem Power Lab  wollen wir die Anwender von der IC- bis zur Systemebne mit Tests und Simulationen unterstützen und ihnen bei der Entwicklung ihrer Systeme helfen, ihnen die Möglichkeit geben, mit den Produkten schneller auf den Markt zu kommen und neue Techniken relativ risikolos in ihre Produkte einbringen zu können.«
Christian André, President von Rohm Europe: »Mit dem Power Lab wollen wir die Anwender von der IC- bis zur Systemebne mit Tests und Simulationen unterstützen und ihnen bei der Entwicklung ihrer Systeme helfen, ihnen die Möglichkeit geben, mit den Produkten schneller auf den Markt zu kommen und neue Techniken relativ risikolos in ihre Produkte einbringen zu können.«

Im neuen Power Lab in Willich kann Rohm Semiconductor ab sofort Leistungs-ICs, -module und -systeme unter realen Bedingungen analysieren.

Etwa für den Einsatz in PV, Stromversorgungen in Servern und in Elektrofahrzeugen. Das 300 m² große Power-Lab befindet sich in der europäischen Zentrale am Standort Willich-Münchheide nahe Düsseldorf, das der TÜV bereits im vergangenen Jahr abgenommen hat.
 
»Wir wollen den Schwerpunkt unseres Geschäfts vom Consumer-Markt verstärkt in die Wachstumsmärkte Industrie und Elektromobilität verschieben«, sagte Christan André, President von Rohm Europe anlässlich der Eröffnung des Power Labs in Willich. Das Unternehmen, das den Umsatz im Finanzjahr 2018 (zum März 2018) voraussichtlich um 11 Prozent auf 3,6 Mrd. Dollar steigern kann, ist auf diesem Weg schon einen guten Schritt vorangekommen. Industrie und Automotive nehmen derzeit einen Anteil von 44 Prozent ein (vor zehn Jahren waren es noch 16) und sollen weiter auf über 50 Prozent steigen.

Große Hoffnungen setzt Rohm in die Leistungskomponenten auf Basis von SiC, die die Effizienz im Antriebsstrang von Elektrofahrzeugen deutlich steigern, wie nicht zuletzt das Engagement von Rohm in der »ABB-FIA Formula-E-Championship« zeigt: Dort unterstützt Rohm das Team Venturi.

»Dank der SiC-Dioden und Transistoren von Rohm haben wir eines der energieeffizientesten Rennwagen der Formal E entwickelt«, freut sich Franck Baldet, technischer Direktor von Venturi und für die gesamte Technik im Rennstall verantwortlich. Er hatte es sich ebenfalls nicht nehmen lassen, vom Venturi-Sitz in Monaco zur Eröffnung des Power Lab nach Willich anzureisen. »Durch den Einsatz der SiC-Komponenten konnten wir die Größe des Inverters deutlich senken, das spart erheblich Gewicht und der Inverter kann nun so eingebaut werden, dass sich die Straßenlage des Rennwagens verbessert. Die höhere Effizienz plus der Gewichtsreduktion spart Energieressourcen, die im Rennen für den entscheidenden Vorsprung sorgen können«, erklärte Baldet gegenüber Markt&Technik.

Eigene SiC-Wafer-Fertigung

Entscheidend für Rohm dürfte sein, dass das Unternehmen die entsprechenden Ingots selber fertigt und auch die SiC-Wafer im Tochterunternehmen SiCrystal in Nürnberg, dessen Kapazität gerade rasant ausgebaut wird. Denn es nicht gerade einfach, SiC-Wafer herzustellen,  unabhängig von Zulieferern zu sein, betrachtet Christian André deshalb als einen wichtigen Vorteil im Wettbewerb.