Camtec: Spezialist für High-End-Lösungen auf der Hut-Schiene Manufaktur und Spezialist in einem

Oliver Walter, Camtec: "Noch vor drei Jahren exportierten wir unsere Geräte in zehn Länder, der Exportanteil lag bei 35 Prozent. Durch die gezielte Einbindung der Distribution hat sich unser Exportanteil inzwischen auf 90 Prozent erhöht."

High-Tech-, statt Standardlösungen bietet Camtec Power Supplies auf der DIN-Schiene. Ein Konzept, das aufgeht.

In den letzten Jahren prägten knapp zweistellige Umsatzzuwächse die Unternehmensentwicklung. Mit der neuen CPS-i-Serie soll sich dieses Momentum noch verstärken.

Qualität sei bei Camtec nicht nur ein Angebot, sondern ein Versprechen, versichert Oliver Walter, Geschäftsführer Camtec Power Supplies. Dass es sich bei dieser Behauptung nicht nur um einen Marketing-Spruch handelt, belegt eine firmeneigene Statistik aus dem Jahr 2013: Demnach lag die Ausfallrate aller von 2003 bis 2013 gefertigten Geräte im Feld bei 0,004 Prozent.

»Wir haben von Beginn an den Manufaktur-Gedanken mit dem Ruf der Spezialisten verbunden«, blickt Walter auf die nunmehr 20-jährige Firmengeschichte zurück. Zusammen mit seinem Vater gründete er das Unternehmen 1995. Vor vier Jahren übernahm Oliver Walter dann die Leitung der Firma und brachte seine Erfahrungen aus der internationalen Tätigkeit bei Siemens in das Unternehmen ein.
Nichts geändert hat sich seit den Anfangsjahren an der Ausrichtung des Unternehmens: »Unsere Kunden sind mittelständische Unternehmen, die nach dem Prinzip „Mount and Forget“ eine auf ihre meist sehr komplexen Systeme zugeschnittene Stromversorgungslösung brauchen.« Camtec bietet diesen Kunden sowohl AC/DC- als auch DC/DC-Lösungen an. Gefertigt werden alle Produkte in Pfinztal bei Karlsruhe.


Fast 80 Prozent seines Umsatzes erzielt Camtec Power Supplies mit DIN-Schienen-Netzteilen. Die restlichen 20 Prozent verteilen sich auf 19-Zoll-Netzteile, Open-Frame-Lösungen und Kassetten-Netzteile. Eine Besonderheit sind die programmierbaren Stromversorgungen für die DIN-Schiene, die Camtec an Kunden aus der Testautomation liefert. Technisch sind diese Geräte mit Labornetzgeräten in kompakter und industriefester Bauweise vergleichbar.


Zum aktuellen Portfolio von Camtec gehören USVs, Ladegleichrichter für die DC-USV und Ladegeräte für Batterien. Bewegten sich die Leistungen der Geräte noch vor einigen Jahren im Bereich von 1 kW, reicht das Leistungsspektrum heute bis zu Lösungen mit 15 kW. Für den Powertrain in der Automation bietet das Unternehmen zudem redundante Module, Einschaltstrombegrenzer und elektronische Halbleiter-DC-Relais.


Die dynamische Entwicklung des Unternehmens in den letzten Jahren lässt sich an der Umsatzkurve ablesen. Lag der Firmenumsatz vor zehn Jahren noch bei rund 600.000 Euro, hat er inzwischen die 2-Millionen-Euro-Marke erreicht. Um das anfangs angesprochene Qualitäts- und Fertigungslevel zu gewährleisten, hat Camtec allein in diesem Jahr fast 1 Million Euro in die neueste Generation von Produktionsanlagen in Pfinztal investiert.


Für Walter deutet derzeit nichts darauf hin, dass sich am dynamischen Wachstum seines Unternehmen in den nächsten Jahren etwas ändern wird. Für 2016 rechnet er aktuell mit einem Zuwachs von 8 bis 10 Prozent. »Unsere neuentwickelten Produkte der CPS-i-Serie zeichnen sich durch die weltweit höchste Leistungsdichte im Bereich Labornetzteile für die Testautomation aus«, erläutert er, »ich gehe davon aus, dass sie schon im nächsten Jahr nachhaltig zu unserer Umsatzentwicklung beitragen werden«.