ABB HGÜ-Leitungen bis 3 GW über 2000 km

Claudio Facchin, ABB: »Dank signifikanter Verbesserungen können Strommengen über weitere Strecken mit minimierten Verlusten übertragen werden. Die HGÜ-Technologie ist ein Eckpfeiler unserer Next-Level-Strategie, damit könne wir  leistungsstärkere, intelligentere und umweltfreundlichere Stromnetze aufbauen.«
Claudio Facchin, ABB: »Dank signifikanter Verbesserungen können Strommengen über weitere Strecken mit minimierten Verlusten übertragen werden. Die HGÜ-Technologie ist ein Eckpfeiler unserer Next-Level-Strategie, damit könne wir leistungsstärkere, intelligentere und umweltfreundlichere Stromnetze aufbauen.«

Mit der neuesten Version von HVDC Light hat ABB die Stromkapazität auf 3000 MW mehr als verdoppelt und den Platzbedarf reduziert – was für Offshore-Windparks entscheidend ist.

Über längere Übertragungsstrecken mehr Energie schicken: Mit der neusten HVDC-Light-Technik ist es ABB gelungen, die Spannung von 500 auf 640 kV und die Stromübertragung von 2000 auf 3000 A zu erhöhen. »Jetzt können wir eine Leistung von 3000 MW über eine Entfernung von mehr als 2000 km übertragen«, freut sich Claudio Facchin, Leiter der Division Stromnetze vom ABB. Genau 20 Jahre nach Einführung der HVDC-Light-Technik schlage ABB damit ein neues Kapital in der HGÜ-Technik auf (HGÜ steht für Hochspannungs-Gleichstromübertragung).

Dank des verbesserten Systemdesigns kann nun 350 Prozent mehr Energie pro Quadratmeter genutzter Fläche erzeugt werden. Das erhöht die Wirtschaftlichkeit an Land, wo oft Distanzen von weit über 1000 km zu überwinden sind, um die großen Energiemengen vom Ort ihrer Erzeugung mit geringen Verlusten dorthin zu bringen, wo sie gebraucht werden.

Ausschlaggebend ist die neue HVDC-Light-Technik auch in Konverter-Stationen auf See, wo die kleinere Stellfläche aufgrund des Mangels an Platz einen großen Vorteil darstellt. Jetzt lassen sich Offshore-Windparks noch effektiver über Unterwasserkabel an das Stromnetz an Land anschließen.

Dass ABB die Stromkapazitäten und Übertragungsstrecken verdoppeln konnte, liegt an den Fortschritten der Halbleitertechnik und ihrer Integration in die leistungselektronischen Geräte, die für den Aufbau der HGÜ-Konverter-Stationen erforderlich sind. Damit verbessern sich die Kontrolle und auch die Wirtschaftlichkeit kleinerer HGÜ-Systeme.

»In den 1950er Jahren haben wir die HGÜ-Technologie in Pionierarbeit entwickelt und damit eine echte Wende herbeigeführt. Die Geburt von HVDC Light im Jahr 1997 gehört zu den wichtigsten Meilensteinen unserer innovationsreichen Geschichte«, sagte Claudio Facchin, Leiter der Division Stromnetze bei ABB, als er die neue Technik auf der HMI vorstellte. »Dank signifikanter Verbesserungen können Strommengen über weitere Strecken mit minimierten Verlusten übertragen werden. Die HGÜ-Technologie ist ein Eckpfeiler unserer Next-Level-Strategie, damit könne wir  leistungsstärkere, intelligentere und umweltfreundlichere Stromnetze aufbauen.«