»Archtitecs of Modern Power« Digital-Power-Konsortium veröffentlicht erste Standards

Patrick Le Fèvre, Ericsson Power Modules: »Ein hocheffizientes, echtes Multi-Source-Ecosystem im Bereich leistungsstarker und effizienter digitaler DC/DC- und Point-of-Load-Wandler garantiert Kunden eine sichere und zuverlässige Lieferkette.«
Patrick Le Fèvre, Ericsson Power Modules: »Ein hocheffizientes, echtes Multi-Source-Ecosystem im Bereich leistungsstarker und effizienter digitaler DC/DC- und Point-of-Load-Wandler garantiert Kunden eine sichere und zuverlässige Lieferkette.«

CUI, Ericsson Power Modules und Murata haben einen neuen De-facto-Industriestandard für verteilte Stromversorgungsarchitekturen gegründet. Ihr Ziel: Fortschrittliche System-Stromversorgungstechnik im Bereich digitaler DC/DC- und Point-of-Load-Wandler zu fördern, und eine zuverlässige Lieferkette zu etablieren.

Ziel des vor kurzem gegründeten Industriekonsortiums »Architects of Modern Power«, kurz AMP, ist es, fortschrittliche, durchgehende verteilte Stromversorgungslösungen im Bereich digital geregelter DC/DC-Wandler und Point-of-Load-Regler über ein komplettes Ecosystem an Hardware, Software und Support zu realisieren. Ein Vorhaben, das nicht neu ist: Bereits im Jahr 2003 hatten Texas Instruments, Emersons Astec Power und Artesyn Technologies mit einem ähnlichen Ziel die Point-of-Load-Alliance, POLA, gegründet. Im Jahr darauf folgte die Gründung der konkurrierenden Distributed Power Open Standards Alliance, DOSA, durch Tyco Electronics und SynQor. Während POLA inzwischen über keine Homepage mehr verfügt, datiert die letzte Pressemeldung der DOSA aus dem Jahr 2010.

»POLA und DOSA sind tot«, so das Statement der AMP-Gründer CUI, Ericsson Power Modules und Murata , die alle drei DOSA-Mitglieder waren. Von beiden Konsortien gingen keine Impulse mehr aus, so die AMP-Gründer. Ihr Ziel ist es, einen neuen De-facto-Industriestandard für digital geregelte DC/DC-Wandler und Point-of-Load-Regler zu schaffen. Gemeinsam wird das für weitere Mitglieder offene Konsortium eine Roadmap für fortschrittliche Stromversorgungen definieren. Auf diese Weise wollen die AMP-Gründer die Zukunft der System-Stromversorgung aktiv gestalten, indem sie ein komplettes Ecosystem für verteilte Stromversorgungsdesigns bereitstellen, das dem Anwender beste, dem aktuellen Stand der Technik entsprechende Lösungen bietet und durch ein echtes, leistungsfähiges Multisourcing das Beschaffungsrisiko des Anwenders verringert.

In ihrer Zielsetzung wird sich die Arbeit der AMP Group weit über die Definition mechanischer Abmessungen und Stellflächen für intelligente DC/DC-Leistungswandler und AC/DC-Netzteile hinaus erstrecken. So werden die teilnehmenden Mitglieder gemeinsam mechanische und elektrische Spezifikationen für ihre Produkte verabschieden und die Standardisierung der Überwachungs-, Steuerungs- und Kommunikationsfunktionen vorantreiben. So werden gemeinsame Konfigurationsdateien für Plug-and-Play-Interoperabilität zwischen Produkten jedes Herstellers erstellt und die Kompatibilität von PMBus-Befehlen und proprietären Controller-Befehlen gesichert.