Marktentwicklung bei Labornetzgeräten Der Investitionsstau löst sich auf

Konstantes Wachstum auf hohem Niveau zeichnet den deutschen Markt für Labornetzgeräte in der ersten Jahreshälfte 2015 aus. Vor diesem Hintergrund ließen sich auch die durch den starken Dollar notwendig gewordenen Preiserhöhungen am Markt durchsetzen.

Wir sind mit der Marktentwicklung in den ersten sechs Monaten sehr zufrieden und rechnen auch für das zweite Halbjahr mit einer Fortsetzung dieses positiven Verlaufs«, fasst Eric Keim, Geschäftsführer der ET System electronic, den bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2015 zusammen. »Nach unserer heutigen Einschätzung wird das Jahr 2015 für uns noch erfolgreicher als das Vorjahr«, versichert er.

Mehr als positiv verläuft das Jahr bisher offenbar auch für die Elektro-Automatik. »In den ersten sechs Monaten dieses Jahres konnten wir uns gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 27 Prozent verbessern«, berichtet Wolfgang Horrig, der Vertriebsleiter des Unternehmens. Damit schließt die Elektro-Automatik nahtlos an die Entwicklung des Vorjahres an, als es gelang, den Umsatz gegenüber 2013 um 24 Prozent zu steigern – ein Erfolg, den Horrig unter anderem auf den großen Markterfolg einer neuen, auf dem Autoranging-Konzept basierenden Geräteserie zurückführt.

 

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Wie Experten den Labornetzgeräte-Markt einschätzen

Wie Experten den Labornetzgeräte-Markt einschätzen

Über ein zweistelliges Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahr freut man sich auch bei TDK-Lambda. »Eine nach wie vor hohe Investitionsbereitschaft unserer Kunden hat uns ein Plus von rund 10 Prozent ermöglicht«, berichtet Ulrich Schwarz, der Sales & Marketing Director von TDK-Lambda Germany. Nach seinen Worten deutet derzeit nichts darauf hin, dass sich dieser Trend in naher Zukunft verändern könnte.

Von einem Wachstum im unteren bis mittleren einstelligen Bereich spricht hingegen Siegfried Gross, der Vice President & General Manager der ETD Electronic Test Division von Keysight Technologies. Für die zweite Jahreshälfte rechnet Gross mit einer Fortsetzung des Wachstums auf diesem Niveau, »wobei ich mit einem weiteren Zuwachs der neuen Produkte rechne, deren Bekanntheitsgrad wir durch gezielte Marketingaktionen stärken werden.«

»Planmäßig«, so verläuft das Jahr 2015 bislang aus der Sicht von Robert Kerl, dem Geschäftsführer der CompuMess Elektronik, »wir sind darum für die zweite Jahreshälfte optimistisch und können uns da noch eine weitere Verbesserung vorstellen«. Einen der Hauptgründe für diese Entwicklung sieht Kerl im Investitionsstau, der sich bei einigen Firmen durch die Krisen des letzten Jahres, und hier vor allem die Ukraine-Krise, gebildet hat.

Diese Einschätzung, speziell im Hinblick auf die Auswirkungen politischer Krisen auf das Geschäft, teilen nicht alle. So versichert Keim, dass »politische Krisen für uns in der Vergangenheit bisher keine Rolle gespielt haben«. Schwarz berichtet, dass zwar zuletzt immer mal wieder das Szenario eines Austritts Griechenlands aus dem Euro diskutiert wurde, »eine direkte Auswirkung auf unser Geschäft konnten wir bisher aber nicht feststellen«. In Bezug auf Russland erklärt Horrig, dass die Elektro-Automatik dort seit ziemlich genau zwei Jahren aktiv sei, und diese Präsenz entwickele sich projektbezogen weiter.