TenneT und sonnen Blockchain stabilisiert Stromnetz

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Die Blockchain-Technik soll dazu beitragen, die teure Abregelung von Windanlagen zu begrenzen, die notwendig ist, um das Netz zu stabilisieren. 2016 hatten die Kosten für Maßnahmen zur Netzstabilisierung in Deutschland bei rund 800 Mio. Euro gelegen.

Im europaweit ersten Pilotprojekt testen TenneT und sonnen, wie sich Batteriespeicher über die Blockchain in das Netz von Tennet einbinden lassen.

Im Gegensatz zu anderen Blockchain-Projekten im Energiesektor, beschränken sich Übertragungsnetzbetreiber TenneT und sonnen nicht nur auf Standard-Handelsaktionen sondern setzen eine komplexe Netzdienstleistung um. Als günstige und praktisch unendlich skalierbare Technologie ist die Blockchain prädestiniert für den Einsatz in der zukünftigen Energieversorgung, die aus Millionen dezentraler und miteinander vernetzter Einheiten bestehen wird.

Wie vernetzte Heimspeicher und die Blockchain-Technologie im Detail zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen können untersuchen die Partner im Rahmen eines sechsmonatigen Pilotprojekts bis zum zweiten Quartal 2018. TenneT hat jetzt erstmals erfolgreich die Heimspeicher von sonnen für den sogenannten Redispatch genutzt. Während dieser Zeit werden dezentrale Batteriespeicher über eine Blockchain in das Netz von TenneT eingebunden. Die Blockchain-Technik hat IBM entwickelt, die Heimspeicher stellt sonnen bereit, sonnen e-Services vernetzt sie. Das intelligente Management der Batteriespeicher passt sich dabei individuell der jeweiligen Situation im TenneT-Netz an.

So kann der vernetzte Speicher-Pool von sonnen je nach Bedarf überschüssigen Strom sekundenschnell aufnehmen oder abgeben und damit dazu beitragen, Transportengpässe im Netz zu reduzieren.

Das Projekt ist Teil eines umfassenden Programms von Pilotprojekten von TenneT, um mit Hilfe von verstärkter Nutzung von Daten und der Erschließung neuer Flexibilitätsmöglichkeiten das Stromnetz fit für die Herausforderungen der Energiewende zu machen.