Familien-Power Wie ein TFT-Standard den Industriemarkt verändert hat

Im Displaymarkt kocht jeder Hersteller sein eigenes Süppchen. Das führt zu einer Vielzahl von Produkten mit unterschiedlichen Schnittstellen und Lebenszyklen. Europäische Industriefirmen und Glyn haben sich dieses Themas angenommen und eine Lösung konzipiert.

Bei der Auswahl von Displays stehen Entwickler immer wieder vor denselben Herausforderungen: Verfügbarkeit von Mustern, aussagekräftige Unterlagen, unterschiedliche Schnittstellen und Treiber-Spannungen. Für den Einkauf stellen sich Fragen hinsichtlich MOQ, Lieferzeit, Zubehör und die Zuverlässigkeit des Lieferanten. Der Wunsch ist klar: ein gut verfügbares Produkt mit hoher Kompatibilität.

Der globale TFT-Markt hat seine eigenen Regeln, und die werden sich auch nicht so schnell ändern. Dazu gehört, dass es keine einheitlichen Schnittstellen gibt und somit die meisten Displays als „Exoten“ bezeichnet werden können. Vor zehn Jahren begann in Europa eine Erfolgsgeschichte, die für die zuvor genannten Herausforderungen erstmals eine Lösung anbot: das TFT-Familienkonzept. Dank der Kooperation zwischen Hersteller, Distributor und Industriefirmen entstand eine TFT-Familie mit Diagonalen von 3.5“ bis 7.0“. Mit aktuell über einer halben Million Geräten im Feld ist sie zu einem Quasi-Industriestandard avanciert.

Gemeinsam ein Ziel definiert

Primäres Ziel war es, eine Produktfamilie auf den Markt zu bringen, die nicht von ständigen Abkündigungen geplagt sein würde und die in sich kompatibel ist. Gerade bei preisoptimierten Produkten aus Taiwan oder China besteht immer die Gefahr, dass Produkte spontan verändert oder abgekündigt werden. Beim TFT-Familienkonzept sollten Distributor und Industriefirmen das Sagen haben und so für Zuverlässigkeit sorgen. Mit dem taiwanesischen Hersteller Emerging Display Technologies (EDT) ließ sich dies hervorragend umsetzen. EDTs Produkte zielen auf den industriellen Markt ab, ohne dabei die preisliche Wettbewerbsfähigkeit aus den Augen zu verlieren.
Konkrete Produktvorgaben:

  • Nur eine Spannung
  • Nur ein Stecker
  • Kompatibilität innerhalb der Familie
  • Einfaches Dimmen der LEDs
  • Gute Verfügbarkeit
  • Lange Produktlaufzeit
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Nur eine Spannung:

Displays benötigen diverse Spannungen, angefangen bei 3,3 V für die Logik bis hin zu beispielsweise 20 V für das Backlight. Hinzu kommen diverse negative Spannungen. Ein Onboard-Spannungswandler ist hier die Lösung. So können PCAP, Display-Logik und Hintergrundbeleuchtung mit nur einer Spannung betrieben werden – und das ohne eine separate Platine.

Nur ein Stecker:

Dies hat diverse Vorteile. Im Einkauf und der Lagerhaltung muss nur noch ein Artikel gepflegt werden. In der Produktion vereinfacht es den Ablauf. Hier hat man sich für das kostengünstige 40-polige Folienkabel entschieden, welches bei der gesamten TFT-Familie identisch ist.