Beleuchtung Weiße Multichip-LED für Lichtspots

Die zwei warmweißen und zwei kaltweißen Chips sind jeweils diagonal im Gehäuse angeordnet.
Die zwei warmweißen und zwei kaltweißen Chips sind jeweils diagonal im Gehäuse angeordnet.

Eine Leuchtdichte von 48 Mcd/m² und mischbare Farbtöne von kalt- bis warmweiß zeichnen »Ostar Stage LED« von Osram Opto Semiconductors aus. Zusammen mit einer flachen Bauweise und Antireflex-beschichteten Glasabdeckung ermöglicht die LED einen kompakten Scheinwerferaufbau mit schmalem Lichtstrahl.

Das Besondere an der neuen LED von Osram Opto Semiconductors ist ihr einstellbares Weiß: Zwei warmweiße und zwei kaltweiße Chips, die jeweils diagonal im Gehäuse angeordnet sind, erlauben nicht nur eine Farbmischung schon auf Bauteilebene, sie lassen durch entsprechende Ansteuerung auch sämtliche Weißtöne zwischen den Farbtemperaturen 2700 K (Warmweiß) bis 10.000 K (Kaltweiß) entstehen. Dabei erreicht die LED einen hohen Farbwiedergabeindex, der für Warmweiß bei 94 und für Kaltweiß bei 74 liegt.

Statt mit einer üblichen Linse sind die LED mit einer flachen, Antireflex-beschichteten Glasabdeckung versehen, die für die Lichteinkopplung in Linsensysteme optimiert ist. Der Etendue oder Lichtleitwert der LED – also der Emissionswinkel beziehungsweise das Flächen-Verhältnis der emittierenden Lichtfläche zur projizierten Lichtfläche – bleibt erhalten und erlaubt es in Verbindung mit einer externen Optik, einen sehr schmalen Lichtstrahl von bis zu +/- 9° zu erzeugen. Dieser Strahl oder Spot ist um den Faktor zwei kleiner, als bei Spots auf Basis Kunststoff vergossener LED, dementsprechend ist auch die Leuchtdichte des Spots um den Faktor zwei größer.

Außerdem sind die LED aufgrund der Glasabdeckung deutlich flacher als bisher übliche Komponenten. Sie haben mit 1,23 mm nur ein Viertel der gewohnten Bauteilhöhe und die Grundfläche beträgt 5,9 mm x 4,8 mm. So können Scheinwerfer äußerst kompakt gestaltet werden.

»Mit der Tunable-White-LED stehen jetzt neben der Multi Color (RGBW) und der reinweißen Ausführung  insgesamt drei Varianten der Osram Ostar Stage zur Verfügung«, erklärt Wolfgang Schnabel, LED Marketing Industrieanwendungen bei Osram Opto Semiconductors. »Damit erweitert sich auch das Anwendungsspektrum, denn Lampendesigner haben mit den verschiedenen Farben und Konfigurationen beinahe unbegrenzte Möglichkeiten.«

Alle Varianten der Ostar Stage basieren auf der Ostar-SMT-Plattform und lassen sich einfach in Standard-Lötprozessen verarbeiten. Die Chips sind in Dünnfilm-Technologie gefertigt und strahlen nahezu das gesamte intern erzeugte Licht nach oben ab. So kann es mit einer externen Optik sehr gut gebündelt werden. Im Dauerbetrieb können die Chips mit bis zu 900 mA gespeist werden. Damit sind bei einstellbarem Weiß Maximalwerte von 390 lm in Kaltweiß und 210 lm in Warmweiß möglich. Mit typisch 1,8 K/W ist der thermische Widerstand sehr gering und die Wärmeableitung damit kein Problem. Als Dauerbrenner halten die LEDs über 50.000 h durch. Die LEDs lassen sich so für Strahler in allen Größen einsetzen, von kleinen Bühnenspots bis hin zu Großscheinwerfern.