Shantou Vereinfachtes Anzeige- und Bedienmodul als Sandwich

Shantous Modul zur Anlagensteuerung kombiniert das Eingabe- und Ausgabefeld sowie LCD miteinander.
Shantous Modul zur Anlagensteuerung kombiniert das Eingabe- und Ausgabefeld sowie LCD miteinander.

Shantous Anzeige-/Bedienmodul besteht aus einer Grund- und einer Deckplatte, zwischen denen Display- und Sensorzone 2-dimensional nebeneinander angeordnet sind, »so dass sie sich in einem einzigen Prozess kostengünstig als Sandwich fertigen lassen«, sagt Shantou-Geschäftsführer Peter Maurischat.

Bislang wurde bei Bedienelementen, bei denen nur wenige Eingaben gemacht werden müssen, weitgehend auf den Einsatz von Touchscreens verzichtet und stattdessen auf eine Kombination von Anzeigefeldern mit Schaltern und Tasten gesetzt. Der Grund: »Zwar gibt es berührungsempfindliche Bildschirme, die sowohl als Anzeige- als auch als Bedieneinrichtung fungieren, doch diese sind in der Regel sehr komplex aufgebaut und daher in der Produktion relativ aufwändig und damit teuer«, versichert Maurischat, Geschäftsführer der Shantou Goworld Display Germany GmbH.

Beim zum Patent als »Cell in Touch« angemeldeten Modul hingegen ist mindestens eine Displayzone – die sich als Bildschirm nutzen lässt – und mindestens eine Touch-Zone zur Steuerung und Datenübergabe ausgebildet, die sich nicht überlappen, sondern nebeneinander angeordnet sind. Beide können auf die Glasplatten aufgebracht werden, bevor diese zusammengefügt werden, sodass Sensor- und Displayzone bei der Beschichtung der Grund- und Deckplatte praktisch gleichzeitig entstehen. »Der nachträgliche Zusammenbau von Sensor- und Anzeigemodul, wie es bei anderen Modellen bisher notwendig ist, entfällt und senkt somit die Kosten«, betont der Shantou-Geschäftsführer. Weil das Modul nur zwei Glasplatten benötigt, ergibt sich außerdem ein dünner, leichter und robuster Aufbau. Vorteilhaft ist überdies, dass die Displayzone in der Anwendung frei von Fingerspuren bleibt.

Die Deck- und die Grundplatte werden miteinander verklebt. In dem so durch Spacer geschaffenen spaltartigen Zwischenraum befinden sich bei einem LC-Display in der Displayzone Flüssigkristalle. Die Sensorzone kann auch luft- oder gasgefüllt sein. Bei der Anordnung der Lokalisierungselektroden auf der Deck- und der Anzeigeelektroden auf der Grundplatte oder auf beiden sind die Elektroden jeweils in einem Abschnitt des Moduls zugänglich, an dem sich Grund- und Deckplatte nicht über-lappen. Dadurch können beide Arten von Elektroden unabhängig voneinander kontaktiert werden. »Sensor- und Displayzone können unabhängig voneinander arbeiten, obwohl beide in einer einzigen Ebene integriert sind«, erläutert Maurischat.

Als Display-Typen lassen sich TN, ETN, STN, ESTN, FSTN, ASTN, VA (IBN) anordnen, TFT jedoch nicht. Die Sensorelektrodenanordnung kann Lokalisierungselektroden aufweisen, die jede Form, Größe und Anordnung besitzen können, um aus einer lokalen Berührung ein charakteristisches Signal abzuleiten. »Durch diese Anordnung lässt sich die an den Elektroden zu messende Kapazität charakteristisch und leicht unterscheidbar ändern, wenn eine Bedienperson die Deckplatte oder eine darüber liegende durchsichtige Frontplatte mit dem Finger berührt«, sagt der Shantou-Manager. Die Sensorzone oder auch nur Teile davon können transparent sein oder hinterleuchtet werden, außerdem lassen sich dort Symbole aufbringen, um die Bedeutung von Eingaben zu erklären.

Unter Einsatz weniger Komponenten erfüllt das Modul, das in Größen ab 2 x 3 cm gefertigt werden kann, somit alle Funktionen, die für den Einsatz in der Anlagensteuerung erforderlich sind. Zudem kann es auf diverse Arten modifiziert werden: So lässt sich der Teil des Zwischenraums zur Sensorzone hin ganz oder teilweise von dem Teil trennen, der zur Displayzone gehört. Derart können Schädigungen der Flüssigkristalle durch elektrische Impulse vermieden werden. Überdies gibt es die Möglichkeit, eine oder mehrere Displayzonen festzulegen, die durch eigene Trennlinien abgeteilt sind. »Auf diese Weise können sogar separat beleuchtete Display-Felder innerhalb der Sensorzone gebildet werden«, erklärt Maurischat.