Display mit 3840 x 2160 Pixeln Sharp liefert 32-Zöller in IGZO-Technik aus

Knapp ein Jahr nach der Ankündigung wird Sharps 32-Zoll-Monitor in IGZO-Technik mit 3840 x 2160 Pixel Auflösung Ende März erhältlich sein. Mit Indium-Gallium- Zink-Oxid (IGZO) anstelle von amorphem Silizium erhöht sich die Auflösung, zudem sinkt die Energieaufnahme um 30 Prozent.

Die hohe Auflösung des PN-K321H mit 3840 x 2160 Pixel (140 dpi) hat freilich ihren Preis: Lutz Hardge, Director Sales Europe der neu gegründeten Sharp Visual Solutions, nennt als »Startpreis 4500 Euro, das ist etwa das Vierfache eines vergleichbaren, hochwertigen Monitors in herkömmlicher LCD-Technik«. Eine neue Panel-Technologie ziehe hohe Kosten nach sich, erste Kunden zahlten typischerweise einen Teil der enormen Entwicklungskosten. Dafür bekämen sie mit dem in Hoch- und Querformat einsetzbaren Monitor im 16:9-Format eine »gestochen scharfe Darstellung«, die vor allem für CAD-Anwender vorteilhaft sei, aber auch im Finanzwesen wegen der großen Menge an gleichzeitig darstellbaren Informationen ihre Berechtigung habe.

Ermöglicht wird die höhere Auflösung, weil dank IGZO pro Fläche mehr Transistoren integriert werden können und sich somit die Pixeldichte erhöht, wobei gleichzeitig die Lichtdurchlässigkeit steigt. Für die gleiche Helligkeit sinkt somit im Vergleich mit einem LCD-Monitor der Stromverbrauch des Backlights um etwa 30 Prozent. Die Leistungsaufnahme des PN-K321H beträgt laut Datenblatt 120 W, die Helligkeit 350 cd/m2, der Kontrast ist mit 800:1 angegeben, der Blickwinkel mit jeweils 176 Grad.

Die scharfe Darstellung sorgt im übrigen für ein »3D-Feeling«, wodurch die IGZO-Technik prinzipiell auch für TV-Geräte interessant werden könnte – 350 cd/m2 sind dafür ausreichend. Wegen des zumindest anfangs hohen Preises werden sich die Absätze des 32-Zöllers in Grenzen halten, weshalb der Fokus des Mutterkonzerns Sharp bei der Herstellung der IGZO-Panels zunächst den kleineren Diagonalen gilt. Smartphones (5 Zoll) und Tablet-PCs (7 und 10 Zoll) wird in Sharps Panelfabrik Kameyama II (Generation 8.5) das Hauptaugenmerk gelten.

Falls das 10-Zoll-Panel in ausreichenden Stückzahlen gefertigt wird, könnte Apple seiner nächsten iPad-Generation (iPad 4) dieses hochauflösende Display spendieren. Damit würde sich gegenüber dem im iPad 3 verbauten Retina-Display die Auflösung von 326 auf 500 ppi erhöhen. Zudem verlängert sich mit dem IGZO-Display nicht nur die Akkulaufzeit, wegen des niedrigeren Stromverbrauchs würde sich der Tablet-PC auch deutlich weniger erwärmen, was beim iPad 3 einige Anwender kritisieren, stiegen doch schon im Ruhezustand die Temperaturen auf über 40 °C.