Display-Trends 2016 Optimierung von Leistung und Kosten garantiert Erfolg

Für Tianma, den chinesischen Hersteller 
professioneller Displays, ist Medical 
neben Industrial, Automotive und 
Communication ein wichtiges Standbein.
Für Tianma, den chinesischen Hersteller professioneller Displays, ist Medical neben Industrial, Automotive und Communication ein wichtiges Standbein.

Das Ziel der meisten Athleten bei den Olympics ist, eine Medaille zu gewinnen. Um erfolgreich zu sein, muss man wie im Display-Business die Mitbewerber kennen und die Technik beherrschen. Doch nicht das größte und beste Display gewinnt, sondern jene, bei denen Leistung und Kosten optimiert sind.

Newcomer bei den Sommerspielen 2016 sind Golf und Rugby – zwei Sportarten, bei denen Treffsicherheit und (eher unsanfte) Berührungen eine große Rolle spielen. Genau diese Eigenschaften sind die Vorteile haptischer Touchscreens – dem Anwender ein Feedback bei Berührung im Sinne einer nicht-visuellen Sinnesreizung zu geben. So können etwa Softbuttons durch unterschiedliche »Oberflächen-Rauigkeiten« erfühlt werden. Das reduziert beispielsweise bei Automotive-HMIs signifikant die Zeitdauer, während der der Fahrer statt auf die Straße aufs Display blickt.

Welche Disziplinen scheiden aus? Bei den olympischen Spielen sind dies 2016 die Starboot-Segelwettbewerbe. Für die Displaybranche wage ich die Prognose, dass Plasma-Panels weitere Stückzahl-»Niederlagen« hinnehmen müssen, ebenso die größerformatigen Passiv-Matrix-LCDs. Ob beide Techniken noch im Jahre 2020 vertreten sein werden? Solche Dinge sind bei den Olympischen Spielen lange Jahre vorher bekannt, bei Displays können aber Abkündigungen kurzfristig eintreten – das leidige Thema Obsoleszenz. Auch für 2016 gilt: Nicht alle bis dato produzierten Displaytypen wird es am Jahresende noch geben. Hier muss man in ständigem Training bleiben, sprich: auf der Suche nach Alternativen.

Bei den Sommerspielen stehen die Leichtathletik-Wettbewerbe in der Gunst der Zuschauer ganz oben – vergleichbar mit den LCDs für professionelle Anwendungen. Hier wie dort bleibt der Wettbewerb spannend. Bei den LCDs wird sich der Trend fortsetzen, dass mehr und mehr LCD-Hersteller ihre professionellen Produktlinien weiter ausbauen. Diese bleiben zwar stückzahlmäßig weit hinter Consumerdisplays zurück, versprechen aber noch gewinnbringende Margen für die Display-Produzenten. AM-LCDs mit einem Temperaturbereich von –30 bis +85 °C waren bislang praktisch nur für die Automobilbranche erhältlich; diese Displays sind dann sozusagen Sommer- und Winterspiel-tauglich – im Gegensatz zu den Teilnehmern an Olympischen Spielen. Hilfreich für industrielle Anwendungen wäre eine mögliche Standardisierung, zumindest bei einigen Größen und Auflösungen, beim Interface und bei optischen Parametern. Im Automobilbereich ist man schon einige Runden erfolgreich im Rennen – deutsche OEMs und das Deutsche Flachdisplay Forum (DFF) arbeiten hier quasi im Staffellauf zusammen, und die Zielflagge ist in Sicht.

 

Die Displays-Medaillenrangliste 2016

Die Medaillenrangliste 2016 dürfte lauten: Platz 1: LCDs mit den meisten Goldmedaillen; OLEDs auf dem 2. Platz und E Ink als Dritter auf dem Podest. In einzelnen Wettbewerben – sprich Anwendungen – kann die Reihenfolge aber auch eine andere sein, siehe etwa LED-Großanzeigen in großflächigen E-Signage-Applikationen. Diese Betrachtung sagt aber wenig über den Abstand zu den Nächstplatzierten aus. Während OLEDs sich in mobilen Anwendungen wohl etabliert haben und auf niedrigem Niveau immer mehr 55-Zoll-OLED-Fernseher verkauft werden, ist und bleibt auch 2016 bei professionellen Anwendungen der Abstand zu den führenden LCDs sehr groß. Andererseits basieren viele automobile Designvisionen auf flexiblen OLEDs. Ebenso ist es selbst für den Marktführer E Ink schwer, seine bistabilen und reflektiven Displays in professionelle Anwendungen zu »heben«. Die neuen 32 Zoll großen monochromen und die E-Ink-»Farb«-Displays haben gleichwohl das Potenzial, den Signage-Markt quasi von hinten aufzurollen. Aber auch die LCD-Hersteller ruhen sich trotz ihrer Favoritenrolle nicht auf den Lorbeeren aus: »Free Form«-LCDs werden schon bald in Fahrzeugen verbaut, und durch den Wearable-Boom stehen dann auch kleinere und hochauflösende sowie runde LCDs (und OLEDs) für professionelle Anwendungen in den Startlöchern. Welche professionelle Anwendung gibt hier den Startschuss?

Für die LCD-Trends gilt das abgewandelte olympische Motto »größer, höher, weiter«. Größere Displays und höhere Auflösungen bis hin zu 10k und jenseits von 700 ppi werden Serienreife erlangen. Die ersten »Quantum Dot«-LCDs für professionelle Anwendungen werden 2016 wohl in Stückzahlen kommen. Der Trend zu größeren Stückzahlen wird sich fortsetzen. Vor Jahren waren beispielsweise Pfand-Rückgabe-Automaten mit monochromen QVGA-Anzeigen ausgestattet – heute sind dies bereits 5-Zoll-Farbdisplays, und erste Automaten mit 10-Zoll-Bildschirmen und noch größeren Diagonalen sind schon installiert.

Eine andere große »Disziplin« sind PCAP-Touch-Screens. In einer rasanten Aufholjagd haben sie den früheren Leader „Resistive“ längst überrundet. Ihre Qualität und das Customizing inklusive Optical Bonding ist immer besser geworden, so dass bald alle Branchen durchdrungen sein werden. Ohne Touch wird es wohl keinen »Touch down« mehr geben.

Das Jahr 2016 wird also spannend: Die CES in Las Vegas Anfang Januar eröffnet das Rennen für Innovationen im Consumer-Bereich, der ja den Trend für die professionellen Displays setzt. Die industrielle Display-Community geht dann Ende Februar in Nürnberg bei der electronic displays Conference (edC) ins Rennen. Parallel zur embedded world und mit nochmals größerer »electronic displays«-Area ist dieses Event ein Muss für Profis, denn die Konferenz ist die beste Möglichkeit, sich kompetent über Neuigkeiten im gesamten Feld und Umfeld von Displays zu informieren und auszutauschen. Die bisherige Laufstrecke über 30 Runden (30. Geburtstag) zeigt auch, dass die edC immer Speed hatte und nachhaltig die richtigen Trends adressieren konnte.

Die Displays-Medaillenrangliste 2016

Die Medaillenrangliste 2016 dürfte lauten: Platz 1: LCDs mit den meisten Goldmedaillen; OLEDs auf dem 2. Platz und E Ink als Dritter auf dem Podest. In einzelnen Wettbewerben – sprich Anwendungen – kann die Reihenfolge aber auch eine andere sein, siehe etwa LED-Großanzeigen in großflächigen E-Signage-Applikationen. Diese Betrachtung sagt aber wenig über den Abstand zu den Nächstplatzierten aus. Während OLEDs sich in mobilen Anwendungen wohl etabliert haben und auf niedrigem Niveau immer mehr 55-Zoll-OLED-Fernseher verkauft werden, ist und bleibt auch 2016 bei professionellen Anwendungen der Abstand zu den führenden LCDs sehr groß. Andererseits basieren viele automobile Designvisionen auf flexiblen OLEDs. Ebenso ist es selbst für den Marktführer E Ink schwer, seine bistabilen und reflektiven Displays in professionelle Anwendungen zu »heben«. Die neuen 32 Zoll großen monochromen und die E-Ink-»Farb«-Displays haben gleichwohl das Potenzial, den Signage-Markt quasi von hinten aufzurollen. Aber auch die LCD-Hersteller ruhen sich trotz ihrer Favoritenrolle nicht auf den Lorbeeren aus: »Free Form«-LCDs werden schon bald in Fahrzeugen verbaut, und durch den Wearable-Boom stehen dann auch kleinere und hochauflösende sowie runde LCDs (und OLEDs) für professionelle Anwendungen in den Startlöchern. Welche professionelle Anwendung gibt hier den Startschuss?

Für die LCD-Trends gilt das abgewandelte olympische Motto »größer, höher, weiter«. Größere Displays und höhere Auflösungen bis hin zu 10k und jenseits von 700 ppi werden Serienreife erlangen. Die ersten »Quantum Dot«-LCDs für professionelle Anwendungen werden 2016 wohl in Stückzahlen kommen. Der Trend zu größeren Stückzahlen wird sich fortsetzen. Vor Jahren waren beispielsweise Pfand-Rückgabe-Automaten mit monochromen QVGA-Anzeigen ausgestattet – heute sind dies bereits 5-Zoll-Farbdisplays, und erste Automaten mit 10-Zoll-Bildschirmen und noch größeren Diagonalen sind schon installiert.

Eine andere große »Disziplin« sind PCAP-Touch-Screens. In einer rasanten Aufholjagd haben sie den früheren Leader „Resistive“ längst überrundet. Ihre Qualität und das Customizing inklusive Optical Bonding ist immer besser geworden, so dass bald alle Branchen durchdrungen sein werden. Ohne Touch wird es wohl keinen »Touch down« mehr geben.

Das Jahr 2016 wird also spannend: Die CES in Las Vegas Anfang Januar eröffnet das Rennen für Innovationen im Consumer-Bereich, der ja den Trend für die professionellen Displays setzt. Die industrielle Display-Community geht dann Ende Februar in Nürnberg bei der electronic displays Conference (edC) ins Rennen. Parallel zur embedded world und mit nochmals größerer »electronic displays«-Area ist dieses Event ein Muss für Profis, denn die Konferenz ist die beste Möglichkeit, sich kompetent über Neuigkeiten im gesamten Feld und Umfeld von Displays zu informieren und auszutauschen. Die bisherige Laufstrecke über 30 Runden (30. Geburtstag) zeigt auch, dass die edC immer Speed hatte und nachhaltig die richtigen Trends adressieren konnte.