Infrarot-Diode für industrielle Anwendungen Mid-Power-IRED im Mini-Gehäuse

Durch die sehr kleinen Abmessungen erschließt sich Osrams »Oslon Compact SFH 4710« zahlreiche neue Einsatzgebiete in der Industrie.
Durch die sehr kleinen Abmessungen erschließt sich Osrams »Oslon Compact SFH 4710« zahlreiche neue Einsatzgebiete in der Industrie.

Trotz eines sehr kleinen Gehäuses überrascht die »Oslon Compact SFH 4710« mit einer recht hohen Leistung. Osram Opto Semiconductors füllt damit die Lücke zwischen High- und Low-Power-Infrarot-Leuchtdioden (IREDs) und erschließt neue Anwendungsgebiete.

Mit Gehäuseabmessungen von 1,6 x 1,2 x 0,8 mm ist die Infrarot-LED nicht viel größer als der Chip (750 μm Kantenlänge) selbst. »Dennoch hat unsere neue Oslon Compact ein sehr gutes Wärmeableitvermögen und kann hoch bestromt werden«, erläutert Dr. Jörg Heerlein, der das Produktmarketing für infrarote Bauelemente im Industriebereich bei Osram Opto Semiconductors verantwortet. »Die hohe Leistung, die sie der neuesten Dünnfilm-Chiptechnologie verdankt, verbunden mit dem kleinen Gehäuse erschließt zahlreiche neue Einsatzgebiete, gerade in Anwendungen, in denen der Platz eng bemessen ist, die Leistungsanforderungen jedoch hoch sind. Und bei Bedarf lassen sich mehrere Bauteile einfach sehr eng anordnen, so dass die optische Leistung flexibel erhöht werden kann.«

Die IRED hat einen Abstrahlwinkel von +/-65° und kommt ohne interne Optik und Reflektor aus. Ihr Licht lässt sich jedoch in engwinklige, externe Optiken sehr gut einkoppeln. Mit externer Optik eignet sie sich für die infrarote Beleuchtung in Überwachungsanwendungen und für Machine-Vision-Aufgaben, wie Mustererkennung oder 3D-Messtechnik, denn die Wellenlänge von 850 nm ist für das menschliche Auge kaum wahrnehmbar, wird aber sehr gut von Kamerasystemen erfasst. Ohne externe Optik deckt die IRED den Nahbereich von wenigen Metern ab und eignet sich so beispielsweise für Blickverlaufsmessungen (Eye-Tracking) oder zur Gestenerkennung.